Titelfavorit Oklahoma City Thunder hat in der NBA einen Tag nach der schockierenden Verletzung von Starspieler Jalen Williams einen emotionalen Erfolg über die Phoenix Suns gefeiert. Einer der großen Antreiber beim 125:114 war der deutsche Center Isaiah Hartenstein, dem mit 15 Punkten und 13 Rebounds zum zweiten Mal in Folge ein sogenanntes Double-Double gelang, also zweistellige Werte in zwei Kategorien.
Dass die Thunder auch im vierten Spiel der nordamerikanischen Basketball-Liga ungeschlagen bleiben würden, war nach den schlimmen Szenen aus der Nacht auf Montag nicht selbstverständlich gewesen. Williams, genannt «J-Dub», war nach einem Korbleger unglücklich gelandet und hatte sich dabei einen Wadenbeinbruch zugezogen sowie den Knöchel ausgerenkt. Die Saison ist für ihn damit bereits beendet. Mit Cason Wallace fällt zudem ein weiterer Leistungsträger auf unbestimmte Zeit mit einer Schulterverletzung aus.
«Wir denken sehr viel an Dub und beten für ihn», erklärte Mitspieler Ajay Mitchell, der OKC gegen Phoenix mit einem persönlichen Bestwert von 30 Punkten anführte: «Es war fürchterlich anzusehen und wir wollten unbedingt als Team für ihn gewinnen. Wir haben 48 Minuten zusammengehalten und so den Sieg geholt. Ich bin froh, dass uns das gelungen ist.»
Einen erfolgreichen Abend erlebten auch die deutschen Profis um Welt- und Europameister Dennis Schröder von den Charlotte Hornets. Der DBB-Kapitän führte sein Team beim 110:103 gegen die Washington Wizards mit fünf Vorlagen an und markierte acht Zähler selbst. Rookie Christian Anderson erzielte den ersten Dreier seiner NBA-Karriere, dazu schnappte sich der Spielmacher vier Rebounds. Hannes Steinbach kam nicht zum Einsatz.
Überragender Scorer beim dritten Saisonsieg der Hornets war Brandon Miller, der erstmals in einem Pflichtspiel 39 Punkte auflegte und den Wizards in der Schlussphase die Aufholjagd verwehrte.
Quelle: dpa