Oberfränkische Wirtschaft kritisiert Politik der Bundesregierung

31. Oktober 2025 , 08:17 Uhr

Enttäuschung bei den oberfränkischen Handwerksbetrieben. Die Bundesregierung hätte in den vergangenen Monaten klare Signale für eine Wirtschaftswende aussenden müssen und die Bedeutung des Handwerks wieder klarer in den Fokus rücken sollen. Beides ist nicht passiert, so der Präsident der HWK für Oberfranken, Matthias Graßmann. Er beobachtet für das dritte Quartal 2025, dass sich der wirtschaftliche Abwärtstrend fortgesetzt hat. Was der HWK besonders Sorge macht: Viele Unternehmen erwarten nicht, dass sich in den kommenden Monaten etwas ändert. Eine aktuelle Umfrage ergibt: Fast ein Drittel der Betriebe in Oberfranken geht davon aus, dass die Umsatze weiter sinken werden. Auch Kunden seien zurückhaltend, was neue Aufträge angeht. Die gute Nachricht: Im Handwerk drohen keine Entlassungswellen und Schließungen, die Betriebe leisten weiterhin ihren Beitrag zur Stabilisierung der Wirtschaftslage.

mz

Das könnte Dich auch interessieren

27.01.2026 IHK: "Die Konjunktur steckt fest im Frost!" Die Wirtschaft in Oberfranken kommt auch zu Beginn des neuen Jahres nicht in Schwung. Die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken in Bayreuth spricht von einer „Flaute ohne Tauwetter“. Der Konjunkturindex liege weiter unter der wichtigen 100er-Marke. Besonders Industrie, Handel und Tourismus seien pessimistisch. Einziger Lichtblick: der Dienstleistungssektor. Viele Betriebe klagen über schwache Nachfrage, hohe Kosten 27.05.2025 Bayreuther Firmen blicken wieder optimistischer in die Zukunft Der Wirtschaft in Bayreuth etwas besser. Die Firmen blicken wieder optimistischer in die Zukunft – erstmals seit einem Jahr. Das zeigt die neueste Konjunkturbefragung der IHK. Ein Drittel sagt, die Lage sei gut, ein Viertel sieht sie eher schlecht. Viele haben aber weniger Aufträge aus dem Inland bekommen, und manche haben zu wenig Arbeit für 06.05.2025 Wirtschaft in Oberfranken im Stimmungstief – IHK fordert Kurswechsel Die Stimmung in der Wirtschaft bleibt gedrückt – auch in Bayreuth und Umgebung. Die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken meldet: weniger Aufträge, sinkende Umsätze, vor allem im Großhandel und der Industrie. Trotz leicht besserer Erwartungen für die kommenden Monate steckt die Region in einem Stimmungstief, schreibt IHK. Kammer-Präsident Michael Waasner spricht von einer angespannten Lage 13.03.2026 Industrie-Jobs in Oberfranken brechen weiter weg Seit 2019 sind in Oberfranken mehr als 15.000 Industriearbeitsplätze verloren gegangen. Allein im letzten Jahr waren es laut IHK rund 3.700 Jobs weniger. Die Zahl der Beschäftigten in der Industrie ist damit auf einen historischen Tiefstand gesunken. Gründe seien unter anderem schwierige Standortbedingungen, unsichere internationale Märkte und die Krise der deutschen Autoindustrie. Kammer-Präsident Michael Waasner