Überraschungsteam Kap Verde

Nun also doch: Mutter von WM-Held Vozinha darf einreisen

18. Juni 2026 , 10:16 Uhr

Die Mutter von Kap Verdes Torwart Vozinha erhält doch ein US-Visum. «Ich bin sehr glücklich», sagt sie – und will ihren Sohn schon beim nächsten WM-Spiel unterstützen.

Kap Verdes Fußball-Held Vozinha kann im nächsten WM-Spiel gegen Uruguay wohl auch darauf setzen, dass ihn seine Mutter im Stadion unterstützen wird. Reportern der BBC bestätigte Ana Candida Evora in ihrem Zuhause auf der Insel São Vicente, dass inzwischen alles für ihre Reise nach Miami organisiert sei. «Ich bin sehr glücklich», sagte sie demnach. Kap Verde bestreitet sein zweites Gruppenspiel in der Nacht auf Montag (0 Uhr MESZ).

Der Torwart des Außenseiters hatte nach dem sensationellen 0:0 gegen Spanien erklärt, dass seine Mutter aufgrund der fehlenden Kaution für das US-Visum nicht dabei sein konnte. Der 40-Jährige hatte unter anderem deshalb nach dem Schlusspfiff Tränen vergossen. Danach sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums laut CNN, man wolle ihr ein Visum ausstellen.

«Nach dem Spiel werde ich ihn in die Arme schließen»

Nun scheint alles geregelt. «Das geht alles so schnell, aber ich freue mich trotzdem sehr. So Gott will, werde ich meinen Sohn bei der Weltmeisterschaft spielen sehen», sagte Ana Candida Evora der BBC. «Ich fahre dorthin, um ihn zu unterstützen, ihm Kraft und Mut zu geben. Nach dem Spiel werde ich ihn in die Arme schließen.»

Der Minderheitsführer der Demokraten im US-Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries hatte zuvor gesagt, dass die Visagebühren erlassen worden seien. Vozinhas Mutter werde rechtzeitig ein Visum erhalten, um beim Spiel gegen Uruguay dabei zu sein. «Keine Mutter sollte die Chance verpassen, zu sehen, wie ihr Kind Geschichte schreibt», schrieb Jeffries auf der Plattform X.

Das US-Außenministerium bestätigte, dass das Visa-Team in Kap Verdes Hauptstadt Praia in engem Kontakt mit Vozinhas Mutter stehe «und die erforderlichen Dienstleistungen erbringt».

Pass der Mutter war wohl abgelaufen

Kap Verde ist derzeit eines von 50 Ländern, deren Einwohner eine Kaution von 15.000 US-Dollar für ein Visum hinterlegen müssen. Der Ministeriums-Sprecher hatte allerdings betont, dass Verwandte von Spielern diese Kaution nicht bezahlen müssen und das auch kein Visums-Antrag von Vozinhas Mutter vorgelegen habe.

Laut CNN habe das Problem auch darin gelegen, dass Vozinhas Mutter aktuell keinen gültigen Reisepass besitze.

Quelle: dpa

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