Überall in Bayern piepst und zwitschert es derzeit in Hecken, Sträuchern und Nistkästen. Die ersten Jungvögel verlassen ihr Nest – und wirken dabei oft hilflos. Doch die meisten Vogelbabys brauchen keine menschliche Hilfe. Laut LBV handelt es sich meist um sogenannte „Ästlinge“ – bereits befiederte Jungvögel, die zwar noch nicht richtig fliegen können, aber auch am Boden weiterhin von ihren Eltern versorgt werden. Eine Gefahr sind da Katzen. Antonia Schmidt, Wildvogelhelferin aus Bayreuth:
Also das Allerbeste, wenn es jetzt die eigene Katze ist: Katze, wenn möglich, reinholen. Dass der Vogel noch Ruhe hat, das dauert dann meistens einen Tag und dann können die auch richtig fliegen. Wenn es irgendwie ein Gebüsch in der Nähe gibt, den Vogel dorthin ein bisschen höher setzen, dass er nicht direkt am Boden sitzt. Es ist halt der Lauf der Natur, dass die irgendwann aus dem Nest rausgehen und auf dem Boden unterwegs sind. Und es wäre auch Quatsch, da jetzt jeden einzelnen einzusammeln. Es ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Also muss man immer gucken, was gerade möglich ist in der Situation.
Wer den Tieren helfen möchte, könne außerdem den eigenen Garten naturnah gestalten – etwa mit heimischen Pflanzen und dichten Sträuchern als Versteckmöglichkeiten.
fh