Nahost

Netanjahu: Sicherheitszone im Libanon wird ausgeweitet

16. April 2026 , 04:23 Uhr

Der Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah dauert an. Es gibt Berichte über eine mögliche Waffenruhe. Derweil gibt Israels Premier der eigenen Armee neue Anweisungen.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu lässt im Kampf gegen die libanesische Hisbollah-Miliz eine Sicherheitszone im nördlichen Nachbarland ausweiten. Er habe die israelischen Streitkräfte angewiesen, die Sicherheitszone im Süden des Libanons weiter auszudehnen, sagte Netanjahu laut einer Mitteilung seines Büros. Parallel dazu führe man Verhandlungen mit dem Libanon. Das israelische Sicherheitskabinett wollte laut Medien am Mittwochabend über eine Waffenruhe beraten. Die Sitzung sei aber ohne Beschluss beendet worden, schrieb «Axios»-Reporter Barak Ravid auf X.

Gespräche dauern an

Erstmals seit Jahrzehnten waren am Dienstagabend in Washington israelische und libanesische Vertreter zu direkten Gesprächen auf politischer Ebene zusammengekommen. Die Verhandlungen mit dem Libanon verfolgten zwei zentrale Ziele, erklärte Netanjahu laut seines Büros vom Mittwochabend: Die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz «und zweitens einen dauerhaften Frieden. Frieden durch Stärke.» Die libanesische Regierung, die keine Partei im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah ist, will eine Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden Libanons erreichen.

Am Mittwoch hatten sich Israels Militär und die Hisbollah erneut gegenseitig beschossen. Die Sicherheitszone im Südlibanon solle auch ostwärts bis zu den Hängen des Berges Hermon erweitert werden, «damit wir unseren drusischen Brüdern in ihrer Notlage besser beistehen können», erklärte Netanjahu weiter. Die religiöse Minderheit der Drusen in Syrien gilt als Verbündete Israels. Das Bergmassiv des Hermon erstreckt sich entlang der syrisch-libanesischen Grenze. Im Süden endet es auf den von Israel annektierten Golanhöhen.

Quelle: dpa

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