Zählaktion des LBV

Naturschützer: Immer weniger Vögel in Bayerns Gärten

27. Januar 2026 , 12:31 Uhr

Bei der bayernweiten Zählaktion «Stunde der Wintervögel» Anfang Januar wurden weniger Tiere gesichtet als früher. Dies liegt nach Angaben von Vogelschützern auch an Eis und Schnee - aber nicht nur.

Immer weniger Vögel sind nach Angaben von Naturschützern in Bayerns Gärten unterwegs. Bei der bayernweiten Zählaktion «Stunde der Wintervögel» vom 9. bis 11. Januar hätten die Teilnehmenden deutlich weniger Tiere und Arten registriert als in früheren Jahren, teilte der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) in Hilpoltstein (Landkreis Roth) mit.

Im laufenden Winter hätten die eisigen Temperaturen und der Schnee vielen Vögeln die Suche nach Futter erschwert, erklärte Angelika Nelson, Biologin beim LBV. Zugleich sei der in milderen Wintern übliche Einflug von Wintergästen aus nördlicheren Regionen wie etwa Bergfinken oder Erlenzeisigen ausgeblieben. Außerdem seien Arten wie der Kranich, die bis dahin in Bayern geblieben waren, angesichts der Kälte fluchtartig nach Süden geflogen.

Am häufigsten wurde der Spatz gesichtet

Bei der «Stunde der Wintervögel» haben nach Angaben des LBV rund 29.600 Teilnehmende in mehr als 21.300 Gärten und Parks insgesamt 626.600 Vögel gezählt. Das entspricht im Durchschnitt 29 Vögeln pro Garten, zwei weniger als im Vorjahr. Am häufigsten wurde dem Verband zufolge der Haussperling – auch als Spatz bekannt – gesichtet, dahinter folgten Kohlmeise und Feldsperling.

Der LBV spricht von einem kontinuierlichen Rückgang der Vogelzahlen in den Gärten. Sowohl die Artenvielfalt als auch die Zahl der Tiere nehme seit Jahren ab. Die Ursachen dafür seien komplex. Unter anderem gebe es immer weniger geeignete Lebensräume für Vögel und es fehle an Insekten zur Aufzucht der Jungtiere.

Quelle: dpa

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