München als Bewerber

Nächstes Leichtathletik-Fest? Stars hoffen auf Heim-WM 2029

31. August 2026 , 05:53 Uhr

Leo Neugebauer und Co. wünschen sich nach dem rauschenden Leichtathletik-Sommer wieder ein Großereignis vor heimischer Kulisse. Schon in drei Jahren könnte es so weit sein.

Die deutschen Leichtathletik-Stars hoffen nach den erfolgreichen Europameisterschaften in Birmingham und dem gelungenen Istaf in Berlin auf den Zuschlag der Weltmeisterschaften für 2029 oder 2031 im Olympiapark in München. «München 2029 wäre natürlich der Traum. Das würde mal richtig cool sein. Ich glaube, Leichtathletik hat in Deutschland generell einen hohen Stellenwert. Und jetzt habe ich das Gefühl, es wird immer mehr und mehr», sagte Welt- und Europameister Leo Neugebauer.

Auch Neugebauers Zehnkampf-Konkurrent Niklas Kaul hofft auf eine Heim-WM in drei Jahren. «Also ich würde mir natürlich 2029 München sehr, sehr wünschen, weil das dann ja für mich auch noch in dem Alter ist, wo ich sage, das kann ich auch noch machen», erklärte Kaul. Der gebürtige Mainzer wäre dann 31 Jahre alt. 

Außerdem hat Kaul besondere Erinnerungen an das Münchner Olympiastadion. Dort wurde er vor vier Jahren Europameister. «Noch mal in das Olympiastadion zurückzukehren, wo ich halt Europameister geworden bin, das fände ich überragend.»

Unter anderem London und Nairobi als Konkurrenz

Zu den Kontrahenten von München zählen unter anderem London und Nairobi. Sollte die Hauptstadt Kenias den Zuschlag erhalten, würden erstmals in Afrika Leichtathletik-Weltmeisterschaften für die Erwachsenen stattfinden. Die Entscheidung durch den Weltverband World Athletics wird noch im September nach den erstmalig ausgetragenen Ultimate Championships in Budapest erwartet.

In München fand das letzte Leichtathletik-Großereignis vor vier Jahren mit den European Championships statt. Die Europameisterschaften in verschiedenen Sportarten begeisterten Hunderttausende Zuschauer an den Sportstätten.

Großes Leichtathletik-Fest vor vier Jahren

Im Olympiastadion feierten Fans und Sportler eine große Leichtathletik-Sause – so auch die zweimalige München-Europameisterin Gina Lückenkemper, die sich nach eigener Aussage für eine Heim-WM beim Weltverband eingesetzt hat.

«Also ich habe ganz viel für diese Bewerbung getan und habe tatsächlich vor der World-Athletics-Kommission einen zehnminütigen Vortrag gehalten, weil ich definitiv dafür bin, dass wir noch mal Weltmeisterschaften nach Deutschland kriegen. Und ich meine, 2029 wäre schon besonders cool», sagte Lückenkemper.

Lückenkemper würde «alles» für Start bei Heim-WM 2029 geben

Denn 2009 fanden zuletzt Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Deutschland statt – damals in Berlin. Unvergessen bleibt die Sprint-Show des Jamaikaners Usain Bolt. Die Sport-Ikone schrieb mit Weltrekorden über 100 und 200 Meter Geschichte – sie haben immer noch Bestand. «Ich hatte es auch vor der Kommission gesagt: Wie cool wäre das, wenn wir 20 Jahre später in Deutschland einen Sprint-Weltrekord sehen bei den Männern?», erklärte Lückenkemper.

Die beste deutsche Sprinterin der vergangenen Jahre liebäugelt – dann im Alter von 32 Jahren – wie Kaul mit einer Teilnahme. «2029 würde ich mir, glaube ich, schon noch aus den Rippen schneiden und da würde ich noch mal alles dafür geben, um noch mal auf der Bahn zu stehen», sagte Lückenkemper.

Quelle: dpa

 

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