Fußball

Nach Mexiko-Wunsch: FIFA wegen WM mit Iran in Kontakt

17. März 2026 , 14:02 Uhr

Angesichts des Krieges möchte der Iran seine WM-Spiele lieber in Mexiko als in den USA bestreiten. Nun äußert sich der Weltverband dazu.

Der Fußball-Weltverband FIFA hat sich zurückhaltend zum iranischen Wunsch nach einer Verlegung der WM-Spiele nach Mexiko geäußert. Angesichts des Krieges im Nahen Osten möchte der Iran seine drei Vorrundenpartien nicht – wie bislang geplant – in den USA austragen.

Die FIFA sei in regelmäßigem Kontakt mit den Verbänden aller teilnehmenden Nationen, darunter auch dem des Iran, um die Planungen für die WM im Sommer zu diskutieren, teilte ein Sprecher des Weltverbandes der Deutschen Presse-Agentur mit. «Die FIFA freut sich auf alle teilnehmenden Mannschaften, die gemäß dem am 6. Dezember 2025 veröffentlichten Spielplan antreten», hieß es weiter. Zu einer möglichen Verlegung nahm die FIFA nicht direkt Bezug.

Irans Botschaft in Mexiko spricht von Verhandlungen mit FIFA

Die iranische Botschaft in Mexiko hatte zuvor in einem Post bei X erklärt, es gebe Verhandlungen mit der FIFA über die Austragung der WM-Spiele in Mexiko. Sie zitierte den iranischen Fußball-Verbandspräsidenten Mehdi Tadsch mit den Worten, man werde definitiv nicht in die USA reisen, nachdem Präsident Donald Trump erklärt habe, er könne die Sicherheit der iranischen Nationalmannschaft nicht gewährleisten.

Trump hatte erklärt, dass es aufgrund von Sicherheitsrisiken nicht angemessen sei, dass der Iran bei der WM dabei sei. Sportminister Ahmed Donjamal hatte bereits am vergangenen Wochenende gesagt, es werde mit der FIFA die Möglichkeit einer Verlegung der iranischen Spiele nach Mexiko geprüft. «Ich hoffe, dass die Bedingungen geschaffen werden, damit unsere Jungs doch noch an der Weltmeisterschaft teilnehmen können», hatte Donjamali gesagt. 

Die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni und dauert bis zum 19. Juli. In der Gruppenphase soll der Iran auf Belgien, Neuseeland und Ägypten treffen. Die Vereinigten Staaten und Israel greifen den Iran seit Ende Februar an. Das Land führt Gegenschläge aus.

Quelle: dpa

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