Verdacht des Totschlags

Nach Doppeltötung: Ermittler prüfen psychische Erkrankung

11. August 2026 , 16:52 Uhr

Zwei Männer tot, versteckt im Container. Ein Verdächtiger wird festgenommen – und nach knapp einer Woche wird er in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt.

Der Beschuldigte nach der Tötung zweier Männer, die in einem Müllcontainer in Augsburg gefunden wurden, ist in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt worden. Bei der regulären Aufnahmeuntersuchung im Gefängnis seien erhebliche Auffälligkeiten im Verhalten des 29-Jährigen festgestellt worden, teilte die Polizei mit. Daher bestehe der Verdacht, dass er die Tat aufgrund einer psychischen Erkrankung begangen haben könnte. Um dies zu prüfen, wurde ein entsprechender Unterbringungsbefehl in Vollzug gesetzt.

Dem Mann wird vorgeworfen, vor einer Woche einen 54-jährigen Iraker sowie einen 39 Jahre alten Syrer getötet und in einem Container einer Asylunterkunft versteckt zu haben. Deshalb befand sich der 29-Jährige, der ebenfalls syrischer Staatsangehöriger ist, wegen des Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft. 

Er war einen Tag nach der Tat am Dienstag in München festgenommen worden. Der Verdächtige soll früher mit dem 54-Jährigen in einem Zimmer der Unterkunft gewohnt haben, in der die Leichen gefunden wurden. Auch das zweite Todesopfer soll in dem Heim gelebt haben. Zu einem möglichen Motiv gibt es keine Informationen seitens der Ermittler.

Quelle: dpa

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