Zugfunk gestört

Nach bundesweiter Störung - Bahnverkehr in Bayern angerollt

24. Juni 2026 , 11:06 Uhr

Rund zwei Stunden ging am Abend nichts mehr bei der Deutschen Bahn. Die Folgeverzögerungen scheinen in Bayern einigermaßen glimpflich zu sein.

Nach einer Störung des digitalen Zugfunks GSM-R ist der Zugverkehr am Morgen auch in Bayern wieder angelaufen. Die Deutsche Bahn und andere Anbieter gingen für die Morgenstunden noch von Folgebeeinträchtigungen aus, listeten aber auch viele Züge als pünktlich. «Wir bitten Reisende weiterhin, ihre Verbindung in den Auskunftsmedien zu prüfen», teilte eine Bahnsprecherin auf Anfrage mit. 

Am Münchner Hauptbahnhof war die Situation am früheren Vormittag verhältnismäßig entspannt, wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete. Viele Züge fuhren den Anzeigetafeln zufolge mit geringeren Verspätungen ein. Einzelne Verbindungen waren ausgefallen oder die Züge wendeten früher.

Reisende strandeten an Bahnhöfen

Die deutschlandweite Störung im Funksystem hatte bei der Bahn am späten Dienstagabend für rund zwei Stunden Stillstand gesorgt. Es waren etliche Reisende betroffen. «Viele Reisende konnten ihre Fahrt nicht fortsetzen, sodass es zu längeren Schlangen an den Informationsschaltern kam», erklärte die Bahnsprecherin. «Die Fahrgäste wurden dort mit Taxi- sowie Reisegutscheinen versorgt.» 

Gegen 0.30 Uhr fuhren die ersten Züge wieder. In Bayern stehe seit dem Morgen im Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr Reisenden wieder das gesamte Zugangebot zur Verfügung, teilte die Bahnsprecherin mit. «Die Ursache für die Störung wird derzeit noch untersucht.»

Über das Bahnfunksystem GSM-R kommunizieren Lokführer, Leitstellen und Streckenpersonal miteinander. Das System stammt aus den 1990er Jahren und basiert auf dem Mobilfunkstandard der zweiten Generation (2G). Es soll in den kommenden Jahren durch das System FRMCS ersetzt werden, dieses basiert auf dem Mobilfunkstandard der fünften Generation (5G).

Quelle: dpa

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