Verdacht auf Schleusung

Mutmaßlicher Schleuser fährt Kinder ungesichert über Grenze

30. März 2026 , 16:04 Uhr

Auf der Inntalautobahn bei Kiefersfelden stoppt die Bundespolizei einen überbesetzten Wagen: Sechs Menschen ohne Papiere, Kinder ohne Anschnallgurt – der Fahrer sitzt nun in Untersuchungshaft.

Die Bundespolizei hat auf der Inntalautobahn bei Kiefersfelden einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen. Der 54-Jährige soll sechs Menschen ohne gültige Einreisepapiere nach Deutschland gebracht haben, wie die Beamten mitteilten.

Die Polizisten stoppten das Auto am Grenzübergang auf der Autobahn 93. Das Fahrzeug sei stark überbesetzt gewesen. Auf der Rückbank saßen nach Angaben der Bundespolizei vier Kinder im Alter von ein bis zehn Jahren zusammen mit ihrer Mutter zwischen Gepäckstücken – ohne Anschnallmöglichkeit und ohne Kindersitze.

Auffällige Windschutzscheibe

Auffällig war zudem eine von innen zugefrorene Windschutzscheibe, bei der sich der Fahrer nur ein kleines Sichtfeld freigekratzt hatte.

Der Fahrer konnte sich mit einem ukrainischen Reisepass und einer lettischen Aufenthaltserlaubnis ausweisen. Seine sechs Mitfahrer verfügten jedoch nicht über die erforderlichen Einreisepapiere und mussten nach Österreich zurückkehren.

Ein Richter ordnete Untersuchungshaft gegen den Mann an. Laut Bundespolizei war er bereits zuvor wegen Schleusung aufgefallen.

Quelle: dpa

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