Wandern

Münchner Bergbus fährt wieder in die Alpen

23. Mai 2026 , 05:00 Uhr

Bergsport ist Automobilsport, lautet ein vielzitierter Spruch unter Bergfreunden – denn mit den Öffentlichen kommt man meist nicht weit. Welche Alternative es gibt und wie man sie nutzt.

Der Münchner Bergbus bringt von heute an wieder Bergliebhaber aus der Landeshauptstadt zum Wandern und Kraxeln. Die Fahrzeuge steuern bis Ende Oktober auch beliebte Ausflugsziele an, die sonst mit Bus und Bahn nur schwer erreichbar sind – im Alpenvorland, den bayerischen Alpen und sogar in Tirol. Die zwei Linien sind in den Sommermonaten immer samstags, sonntags und feiertags unterwegs, wie der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) mitteilte.

Die Linie 996 fährt von München über Pfronten im Ostallgäu zur Wieskirche im Landkreis Weilheim‑Schongau. Die Linie 396 führt von der Landeshauptstadt über Bayrischzell und das Leitzachtal sowie den Ursprungpass im Landkreis Miesbach nach Thiersee in Tirol.

Möglichst Sitzplatz reservieren

Der Bergbus ist aus einem Pilotprojekt des Alpenvereins München & Oberland hervorgegangen, der ihn drei Jahre lang betrieben hat. Seit 2024 ist das Angebot regulär in den MVV integriert und kann mit einer entsprechenden MVV-Fahrkarte oder auch dem Deutschlandticket genutzt werden. Wer mitfahren möchte, kann sich über die MVV-App einen Sitzplatz buchen. Dann kommt man sicher mit – bei freier Kapazität sind aber auch spontane Zustiege möglich. Weil die Busse über die Autobahn fahren, sind Stehplätze jedoch nicht erlaubt.

Um den Umstieg vom eigenen Auto auf den Bergbus zu erleichtern, hat der Alpenverein Touren zusammengestellt, die man von den Haltestellen aus gut unternehmen kann. Sie sind ebenso wie weitere Infos unter www.mvv-muenchen.de/bergbus zu finden.

Übrigens: Im vergangenen Jahr nutzten dem Alpenverein zufolge rund 11.500 Menschen das Angebot, ein Plus von 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dadurch wurden, gemessen an einer durchschnittlichen Autobelegung von 1,5 Personen, mehr als 7.000 Autofahrten von München in die Berge eingespart.

Quelle: dpa

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