Bei uns in Oberfranken gibt es modernste Medizintechnik – und das mit KI. Medizintechnik-Hersteller Siemens Healthineers in Forchheim nutzt Künstliche Intelligenz gezielt als Werkzeug, um Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle effektiver zu bekämpfen. Das Unternehmen verfolgt dabei das klare Ziel, Krebstherapien zu verbessern und den Fachkräftemangel in Kliniken durch Automatisierung abzufedern.
Vorstandschef Bernhard Montag hat der dpa gesagt, die KI sei dabei kein Endprodukt, sondern ein nützlicher Helfer beim Sammeln und Auswerten von Diagnose-Daten um Medizintechnik effizienter zu machen. Bevor zum Beispiel ein Tumor bestrahlt werden kann, müssen Ärzte das umliegende gesunde Gewebe auf CT- oder MRT-Bildern millimetergenau einzeichnen, um es zu schützen. Eine KI, trainiert auf Millionen Bildern umreißt bis zu 47 Organe vollautomatisch. Das verkürzt die oft wochenlange Bestrahlungsplanung massiv, verringert Leid und spart Kosten.
Siemens Healthineers hat 350 Millionen Euro in ein hochautomatisiertes Werk in Oberfranken, im Forchheimer Industriegebiet investiert. Das auch als „Leuchtturmfabrik“ bezeichnete Gebäude vereint Fertigung, Logistik, Forschung und Entwicklung. Auch bei uns in der Region gibt es ein Werk mit Fertigung: in Kemnath mit über 1.200 Mitarbeitern.
red