Mieten in Bayreuth um 40 Prozent gestiegen - DGB fordert sechsjährigen Mietenstopp

14. Juni 2024 , 12:51 Uhr

Wohnungssuchende kennen dieses starke Problem: Wohnen in Bayreuth wird immer teurer. In den letzten acht Jahren sind die Mieten in Bayreuth um mehr als 40 Prozent gestiegen. Das meldet jetzt der Deutsche Gewerkschaftsbund. Die Gewerkschaften und Partner fordern jetzt einen sechsjährigen Mietenstopp. Dazu macht der DGB morgen (15.6.) einen bundesweiten Aktionstag mit Infoständen und Kampagnen. Von sechs Jahren „Verschnaufspause“ für Mieter spricht der DGB. Keine Mieterhöhungen mehr erlaubt. Während diesem sechsjährigen Mietenstopp sollen neue, bezahlbare Wohnungen gebaut werden, mehr öffentlicher und sozialer Wohnungsbau. Das sagt DGB-Regionsgeschäftsführer für Oberfranken Mathias Eckardt. Außerdem sollen die Kommunen Investoren bei Neubauprojekten stärker auf das Gemeinwohl verpflichten und auch Bund und Länder sollen mehr anbieten.

Die gesamte Mitteilung des DGB:

Leben wo andere Urlaub machen – in Oberfranken wird das leider zunehmend teurer. Besonders die steigenden Mietpreise belasten die Geldbeutel der Beschäftigten, auch in Bayreuth.
An diesem Samstag, 15. Juni, findet deshalb bundesweit ein Aktionstag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) mit unterschiedlichen Kooperationspartnern statt. Gemeinsam fordern die Gewerkschaften und ihre Mitstreiter einen sechsjährigen Mietenstopp.
Dass das notwendig ist, betont Mathias Eckardt, Regionsgeschäftsführer des DGB für Oberfranken: „Der bezahlbare Wohnraum in Bayreuth schwindet. Die Einkommensentwicklung kann mit den steigenden Mieten nicht mithalten. Und die Energiepreissteigerungen und Inflation der letzten Jahre haben die Situation für viele Mieterinnen und Mieter zusätzlich verschärft“.
In Bayreuth sind die Mieten in den letzten acht Jahren um 41,8 Prozent gestiegen. Kostete ein Quadratmeter 2016 noch 7,78 Euro, mussten Anfang 2024 bereits 11,03 Euro gezahlt werden. „Die Bundesregierung hat noch etwas mehr als ein Jahr Zeit, den Mieterinnen und Mietern mit einem sechsjährigen Mietenstopp eine Atempause zu verschaffen“, so Mathias Eckardt.
„In der Zwischenzeit müssen neue, bezahlbare Wohnungen gebaut werden. Dazu brauchen wir mehr öffentlichen und sozialen Wohnungsbau, die Einführung einer neuen Wohngemeinnützigkeit und eine Verlängerung der Mietpreisbremse. Außerdem müssen die Kommunen Investoren bei Neubauprojekten stärker auf das Gemeinwohl verpflichten. Bund, Länder und Kommunen müssen zudem wieder stärker ihre Verantwortung als Anbieter von preiswertem, öffentlichem Wohnraum annehmen“, fordert der DGB-Regionsgeschäftsführer.
Die genannten Zahlen stammen aus der empirica Preisdatenbank auf Basis der VALUE Marktdaten. Sie entsprechen den sogenannten Angebotsmieten (Median), also jenen Preisen, zu denen Wohnungen auf dem Markt angeboten werden. Diese Werte bilden die Dynamik auf dem Wohnungsmarkt besser und zeitnaher ab als die sogenannten Bestandsmieten.
Weitere Informationen zur Kampagne Mietenstopp unter www.mietenstopp.de.

red

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