Radeln ohne Anstrengung

Mehr als jeder Dritte in Bayern besitzt Elektrorad

01. September 2026 , 05:00 Uhr

Einst waren E-Bikes als Rentnergefährte verschrien – laut einer Umfrage legen sich inzwischen auch viele Jüngere ein Fahrrad mit Hilfsmotor zu. Wie gut Bayern dabei im Ländervergleich abschneidet.

Über ein Drittel der bayerischen Bevölkerung besitzt mittlerweile ein Elektrorad. Laut einer Umfrage im Auftrag des Energiekonzerns Eon unter bundesweit rund 30.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nennen 33,7 Prozent der Befragten aus Bayern ein E-Bike oder Pedelec ihr Eigen. Damit liegt der Freistaat im Ländervergleich auf dem dritten Rang hinter Niedersachsen (39,4 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (34,1 Prozent).

Der deutschlandweite Schnitt liegt mit 31,4 Prozent etwas niedriger. Seit der ersten Erhebung im Jahr 2020 hat sich laut Eon damit der damalige Anteil der E-Bike- und Pedelec-Besitzer von gut 15 Prozent mehr als verdoppelt. Innerhalb Bayerns belegen demnach die Einwohner des Landkreises Freyung-Grafenau im Bayerischen Wald mit einer E-Bike-Quote von knapp 43 Prozent den Spitzenplatz. 

Immer mehr junge Menschen unter E-Bike-Besitzern

Lange Jahre wurden Elektroräder bevorzugt von Älteren gekauft, doch das hat sich laut der Umfrage mittlerweile geändert. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte demnach der bundesweite Anteil der E-Bike-Besitzer unter jüngeren Menschen von 18 bis 29 Jahren sprunghaft von 19,4 auf 27,2 Prozent. Gut 40 Prozent aller E-Bike-Besitzer nutzen das Elektrorad zumindest gelegentlich als Ersatz zum Auto und fahren auch Strecken, die sie ansonsten auf vier Rädern zurückgelegt hätten, wie es hieß.

Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut Civey vom 8. bis 23. Juli online bis zu 30.000 deutsche Bürger ab 18 Jahren sowie 2.500 Besitzerinnen und Besitzer von E-Bikes und Pedelecs. Die Ergebnisse sind Eon zufolge repräsentativ.

Quelle: dpa

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