In Bayern haben heute (15.08.) mehr Menschen frei als bisher. In sechs weiteren Gemeinden ist Mariä Himmelfahrt jetzt gesetzlicher Feiertag. Gleichzeitig verlieren zwei oberfränkische Gemeinden den Feiertag – Seßlach im Landkreis Coburg und Marktschorgast im Landkreis Kulmbach. Grund dafür ist der Zensus 2022: Laut bayerischem Feiertagsgesetz gilt Mariä Himmelfahrt nur dort als arbeitsfrei, wo die Mehrheit der Bevölkerung katholisch ist. Laut Marktschorgasts Bürgermeister Marc Benker liegt die Ursache für den Umschwung hauptsächlich in den steigenden Kirchenaustritten aus beiden Konfessionen:
Natürlich ist die Gesellschaft im Wandel und dementsprechend, gerade auch bei unseren beiden Kirchen, hat sich einiges verändert. Wir spüren das an den Gottesdienstbesuchen, sowohl bei der evangelischen Kirche als auch bei der katholischen Kirche, dass dort leider immer weniger Menschen die Gottesdienste besuchen.
Insgesamt ist Mariä Himmelfahrt nun in 1.708 von 2.056 bayerischen Gemeinden ein gesetzlicher Feiertag. Die weiteren „neuen Gemeinden“ Baiersdorf und Weisendorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt, Marktrodach im Landkreis Kronach, Schwebheim im Landkreis Schweinfurt sowie Oettingen und Memmingerberg in Schwaben.
jt