Drogentote

LKA warnt nach Todesfällen vor Opioid-Vapes in Bayern

25. März 2026 , 10:42 Uhr

Bei synthetischen Opioiden wie Fentanyl oder Nitazenen liegt die wirksame Dosis oft nah an der tödlichen. Eine große Gefahr.

Nach zwei Todesfällen in weniger als einem Monat in Bayern warnt das Landeskriminalamt (LKA) vor synthetischen Opioiden, deren Wirksamkeit um ein Vielfaches höher sein kann als die von Heroin. Ein Opioid ist eine Gruppe von Schmerzmitteln und wird etwa über eine Vape konsumiert, um Entspannung oder Euphorie zu erzeugen. Opioide können abhängig machen und sind etwa in Kombination mit Alkohol gefährlich.

Details zu den Toten teilte das LKA nicht mit, nur dass die Vorfälle in Oberbayern und der Oberpfalz gewesen seien und dass es zudem einen Konsum mit lebensbedrohlichen Folgen für den Betroffenen gegeben habe.

E-Zigaretten oder Vapes (vom englischen Begriff Vaporizer, auf Deutsch: Verdampfer) sind elektronische Zigaretten, die mit einer Flüssigkeit gefüllt sind. Dieses sogenannte E-Liquid wird über ein batteriebetriebenes Heizelement erwärmt, verdampft und anschließend über ein Mundstück eingeatmet. Die Flüssigkeit besteht in der Regel aus den Feuchthaltemitteln Propylenglykol und Glycerin, aus Nikotin sowie Aroma- und Geschmacksstoffen. Auch synthetische Opioide wie Fentanyl oder Nitazenen werden über Vapes konsumiert.

Das LKA warnt deshalb einer Mitteilung zufolge eindringlich vor dem Konsum von derartigen rauschgiftartigen Chemikalien, insbesondere synthetischen Opioiden sowie deren Aufnahme mittels Vapes. Es gebe bei diesen Chemikalien noch keine gesicherten Erkenntnisse, in welcher Konzentration welche Wirkung erzeugt wird. Bereits geringe Überdosierungen können demnach zu schweren gesundheitlichen Folgen bis zum Tod führen.

Quelle: dpa

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