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Król und Rohde in der Schule wegen Herkunft gemobbt

24. April 2026 , 05:01 Uhr

Früher Bergarbeiterkinder, heute Schauspielstars: Joachim Król und Armin Rohde berichten von Ausgrenzung in ihrer Schulzeit in den 1970er Jahren – ausgelöst durch ihre Herkunft.

Die heute renommierten und mit vielen Preisen ausgezeichneten Schauspieler Joachim Król und Armin Rohde wurden nach eigener Darstellung in den 1970er Jahren wegen ihrer Herkunft aus Arbeiterfamilien gemobbt. Weil er als Schüler schlecht in Französisch gewesen sei, habe ein Lehrer an seinem Gymnasium in Herne seinen Vater, Bergarbeiter von Beruf, bei einem Elternsprechtag vorgeführt, erzählt Król bei einem Pressetermin in Essen. 

Der Pädagoge habe den Ruhrgebiets-Bergmann gefragt: «Herr Król, können Sie Französisch?» – und nach der erwartbaren Antwort «Nein» nachgesetzt: «Was verlangen Sie denn dann von Ihrem Sohn?» Król sagt, er habe seinen Vater schnell aus der Situation bringen müssen, «sonst wäre der Drecksack plattgemacht worden».

Mobbing in den 1970ern: «Armin – aja, Du weißt schon»

Ein ähnliches Erlebnis erzählt der aus Gladbeck stammende Rohde: «Am Anfang des Schuljahres wurde immer im Klassenbuch abgefragt, Name und so, und dann wurde immer nach dem Beruf des Vaters gefragt.» Dann hieß es Lehrer und so weiter, erzählt Rohde, «aber bei mir „Armin, aja, Du weißt schon“. So als dürfe man nicht aussprechen, dass mein Vater Arbeiter ist.»

Beide Schauspieler haben aber trotz solcher Erlebnisse hervorragende Ausbildungen absolviert: Król studierte erst in Köln und dann an der bekannten Otto-Falckenberg-Schule in München. Rohde wurde an der ebenfalls renommierten Folkwang-Universität in Essen ausgebildet.

Quelle: dpa

 

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