Kabinett

Kranken- und Rentenbeiträge steigen für Gutverdiener

07. Oktober 2026 , 12:33 Uhr

Die Rente wird jährlich nach Lohnentwicklung angehoben. Solche Anpassungen gibt es auch bei den Beiträgen. Für Gutverdiener wird die Krankenversicherung und Rente im kommenden Jahr wieder teurer.

Wer mehr als 5.812,50 Euro brutto im Monat verdient und gesetzlich versichert ist, muss im kommenden Jahr mehr Geld für die Krankenversicherung zahlen. Ab einem Verdienst von 8.450 Euro brutto steigt auch der Beitrag für die Rentenversicherung. Das Bundeskabinett hat in Berlin eine entsprechende Verordnung des zuständigen Bundessozialministeriums beschlossen. Der Bundesrat muss der jährlichen Anpassung noch zustimmen, was als Formsache gilt. Eine Zustimmung im Bundestag ist nicht nötig.

Die sogenannten Beitragsbemessungsgrenzen werden jedes Jahr entlang der Lohnentwicklung im vergangenen Jahr fortgeschrieben. Sie definieren, bis zu welcher Grenze des Monatsgehalts Beiträge fällig werden, vom darüber liegenden Gehalt werden dann keine Beiträge mehr abgezogen. 

Ausrichtung an Lohnanstieg im vergangenen Jahr

In der Krankenversicherung steigt die Grenze von aktuell 5.812,50 auf 6.375 Euro, bei der Rente von heute 8.450 auf 8.850 Euro. Wer also mehr als 5.812,50 Euro brutto verdient, zahlt künftig mehr für die Krankenkasse, wer mehr als 8.450 Euro brutto hat, auch mehr für die Rente.

Das Ministerium verweist auf die gesetzliche Pflicht, die Werte fortzuschreiben. 2025 legten die Bruttolöhne demnach um 4,38 Prozent zu. So werde sichergestellt, dass sich die Versicherten entsprechend der Lohnentwicklung an der Finanzierung der Sozialversicherung beteiligten, da auch Leistungen, wie die Rente jährlich insbesondere mit der Lohnentwicklung angepasst würden.

Beim Wert für die Krankenversicherung ist dieses Mal allerdings eine zusätzliche Anhebung um 300 Euro enthalten, die auf das vor dem Sommer in der Koalition vereinbarte Gesundheitssparpaket zurückgeht. Dieses soll die Krankenkassen wegen ständig steigender Gesundheitsausgaben entlasten.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

04.10.2026 Merz: Ganz Europa hängt an der Stabilität in Deutschland Kanzler Merz fordert Tempo bei Sozialreformen und warnt vor wackligen politischen Verhältnissen. Deutschland müsse für ganz Europa stabil regiert werden. 21.09.2026 Kranken- und Rentenversicherung wird für Gutverdiener teurer Sozialleistungen, Renten aber auch Zahlbeiträge für die Versicherungen werden regelmäßig angepasst, etwa nach Lohnentwicklung. Für Gutverdiener wird die Renten- und Krankenversicherung teurer. 08.10.2026 «Gut war's»: Koalition kommt ohne Nachtsitzung aus Bis tief in die Nacht ging es diesmal nicht. Kurz nach 22.00 Uhr ist der erste Koalitionsausschuss seit drei Monaten beendet. Gibt es nun einen Zeitplan für die Reformen? 05.10.2026 Merz: «Wir müssen in der Regierung zusammenbleiben» Nach schwierigen innenpolitischen Wochen formuliert der Kanzler im fernen Kiew eine Botschaft - auch an seine eigene Koalition. Im Blick hat er vor allem die geplanten Sozialreformen.