Klinikum Bayreuth droht durch geplante Gesundheitsreform ein Millionenloch

23. April 2026 , 04:54 Uhr

Die geplante Krankenhausreform stellt das Bayreuther Klinikum vor große wirtschaftliche Herausforderungen. Konkret geht es um die sogenanne Meistbegünstigungsklausel. Sollte sie, wie von der Bundesregierung geplant, gestrichen werden, würde das ein Millionenloch in die Kasse des Klinikums reißen – und auch die Haushalte von Stadt und Landkreis Bayreuth stark belasten, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende, Landrat Florian Wiedemann.

[Das wären] mehrere Millionen, die uns fehlen und die wir anderweitig versuchen müssen, einzusparen. Der Bund macht sich einen schlanken Fuß. Er möchte Kosten sparen und macht das auf Kosten der Gemeinden. Denn am Ende, wenn unser Klinikum Defizite einfährt, dann müssen das meine Gemeinden zahlen, und wir auch kein Geld. Und so wird es uns immer schwerer gemacht, dass wir das Klinikum in kommunaler Hand betreiben können.

Die Meistbegünstigungsklausel ist eine Art „Sicherheitsnetz“. Wenn die Kosten für Energie und Personal schneller steigen als die Einnahmen, bekommen die Kliniken über sie einen Ausgleich.

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