Mühldorf und Altötting

Kinderpornografie: Ermittler durchsuchen zwanzig Wohnungen

27. März 2026 , 08:48 Uhr

Justiz und Polizei gehen im Süden Oberbayerns gegen Kinderpornografie vor. Die Traunsteiner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwanzig Verdächtige – der Jüngste ist noch nicht einmal 14 Jahre alt.

Im Rahmen von Ermittlungen wegen Kinderpornografie hat die Staatsanwaltschaft Traunstein die Wohnungen von zwanzig Verdächtigen durchsuchen lassen. Rund 25 Beamtinnen und Beamten beschlagnahmten demnach bei den Razzien in den Kreisen Altötting und Mühldorf unter anderem Mobiltelefone und Speichermedien, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilte. 

Die Beschuldigten sind demnach alle männlich. Der jüngste Verdächtige sei noch nicht einmal 14 Jahre alt, der Älteste 68. Bei der Auswertung der beschlagnahmten Geräte wollen die Ermittler unter anderem prüfen, ob die betreffenden Verdächtigen Kinderpornografie nicht nur aus dem Internet herunterluden, sondern auch weiterverbreiteten. 

Polizei und Staatsanwaltschaft im südlichen Oberbayern ermitteln verstärkt

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren wegen einer Vielzahl von Fällen die «Arbeitsgruppen Kinderpornografie» bei der Kriminalpolizei eingerichtet, um verstärkt gegen die Täter vorzugehen. 2024 waren es demnach 911 einschlägige Ermittlungsverfahren, 2025 dann 729. Bei der Staatsanwaltschaft Traunstein seien fünf Staatsanwältinnen für Ermittlungen im Bereich Kinder- und Jugendpornografie zuständig.

Quelle: dpa

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