Vor den Wahlen

«Keil in die Union»: Merz beklagt Spaltungsversuch von außen

01. September 2026 , 12:28 Uhr

Seit Wochen wird über einen möglichen Kanzlerwechsel bei Wahlniederlagen der CDU im September spekuliert. Jetzt sagt der Kanzler selbst, was er davon hält.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat Spekulationen zurückwiesen, dass er bei einem Debakel für die CDU bei den bevorstehenden Landtagswahlen von der eigenen Partei aus dem Amt gedrängt werden könnte. In einem Interview der «Mitteldeutschen Zeitung» und der «Magdeburger Volksstimme» wertete der CDU-Vorsitzende solche Äußerungen als Spaltungsversuch von außen. 

Auf die Frage, ob er angesichts der Spekulationen um sein Amt fürchte, sagte Merz: «Nein. Da wird von außen versucht, einen Keil in die Union zu treiben. Das Ergebnis einer Landtagswahl gefährdet nicht die Stabilität der Bundesregierung.»

Der Kanzler hatte im Juli mit seinem Umbau der Bundesregierung nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn für Verärgerung in der eigenen Partei gesorgt. In verschiedenen Medien wird seitdem darüber spekuliert, ob schwere Niederlagen der CDU bei den bevorstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zu einem Kanzlerwechsel führen könnten.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

01.09.2026 Merz setzt Leitplanken für Kooperation mit der Linken Wie hält die CDU es mit der Linken? Das könnte nach der Wahl in Sachsen-Anhalt eine zentrale Frage werden. Der Kanzler gibt nun gewisse Leitlinien vor. Klar ist: Es darf nicht «Zusammenarbeit» heißen. 01.09.2026 Ulrich Siegmund – gefeiert wie ein Politik-Popstar Wer ist der Mann, der in Sachsen-Anhalt die erste AfD-Regierung in Deutschland anführen will? Was Ulrich Siegmund ausmacht und wie er im Wahlkampf auftritt. 01.09.2026 Sven Schulze – Abstrampeln für die nächste Tour Verteidigt er die Magdeburger Staatskanzlei gegen die starke AfD? Wie CDU-Spitzenkandidat Schulze in Sachsen-Anhalt gegen die schlechte Stimmung kämpft. 31.08.2026 Fischbrötchen, Pfiffe und eine Warnung – Merz im Wahlkampf An der Ostseeküste wird Merz mit Pfiffen und Beschimpfungen begrüßt, im Harz wird er abgeschottet. Der Kanzler wagt sich erstmals in den Wahlkampf im Osten.