Elfenbeinküste doch mit Wahi

Wende im Fall Wahi: Ivorer darf gegen DFB-Elf spielen

18. Juni 2026 , 20:22 Uhr

Elye Wahi wird zunächst die Einreise nach Kanada zum WM-Spiel der Elfenbeinküste gegen das DFB-Team verweigert. Nun darf der Stürmer doch in Toronto auflaufen.

Wende im Fall Elye Wahi: Der ivorische Fußball-Nationalspieler darf nun doch nach Kanada einreisen und im WM-Spiel der Elfenbeinküste gegen die deutsche Mannschaft auflaufen. Wie der ivorische Verband mitteilte, liegen mittlerweile «die notwendigen Genehmigungen für seine Einreise nach Kanada vor».

Der 23 Jahre alte Stürmer vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt, der in der Rückrunde auf Leihbasis für OGC Nizza spielte, steht dem Team von Trainer Emerse Faé am Samstag (22.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Toronto somit gegen die DFB-Elf zur Verfügung.

Wahi werde «nach Kanada reisen und wie gewohnt an der Weltmeisterschaft teilnehmen», hieß es in einer Mitteilung. Der Verband freue sich «über dieses positive Ergebnis und dankt allen Beteiligten, die zur Lösung dieses Problems beigetragen haben.»

Mögliche Manipulationsvorwürfe gegen den Spieler

Wahi war vor seiner WM-Reise offenbar in Frankreich zeitweise in Polizeigewahrsam gekommen. Die Staatsanwaltschaft Marseille bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass ein 23 Jahre alter Fußballer am 29. Mai wegen Manipulationsverdachts festgenommen wurde. Zunächst hatte «The Athletic» über den Fall berichtet.

«Die Staatsanwaltschaft Marseille bestätigt, dass ein 23 Jahre alter Profi-Fußballer, der in der französischen Ligue 1 spielt, am 29. Mai 2026 im Rahmen einer Untersuchung der Staatsanwaltschaft Marseille (…) wegen des Verdachts auf bandenmäßigen Betrug, bandenmäßige Korruption im Sport, Hehlerei und Geldwäsche festgenommen wurde», erklärte die Staatsanwaltschaft auf eine Anfrage zu Wahi ohne Nennung des Namens. Nach der Vernehmung sei der Spieler aber wieder auf freiem Fuß, die Ermittlungen liefen weiter.

Konkret soll es bei Wahi um ein französisches Erstliga-Spiel am 17. Mai gehen, berichtete «The Athletic». Wahi steht demnach unter Verdacht, beim Duell mit dem FC Metz absichtlich eine Gelbe Karte kassiert zu haben. Die französische Liga teilte mit, dass ihr mit Blick auf das Spiel untypische Vorgänge bei internationalen Sportwetten gemeldet worden seien. Ungewöhnlich viel sei auf eine Verwarnung von Wahi gesetzt worden. Die Liga schaltete die französische Justiz ein.

Verband bestätigt Berichte über Wahi nicht

Ob die von den kanadischen Behörden zunächst verweigerte Einreisegenehmigung für Wahi mit den möglichen Manipulationsvorwürfen im Zusammenhang stand, ist unklar. Der Verband habe zwar «Kenntnis von den verschiedenen Artikeln und Informationen genommen», die über den Nationalspieler veröffentlicht worden seien, hieß es. Aber: «Bis zum heutigen Tag liegen dem Verband keine gerichtlichen oder behördlichen Verfahren vor, die ihn betreffen.» 

Wahi konnte mit seinem Nationalteam in die USA reisen. Beim 1:0-Sieg gegen Ecuador stand der Angreifer in der Startelf. In Frankfurt hat der Angreifer noch einen Vertrag bis Sommer 2030.

Quelle: dpa

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