Über diese Geschichte hat ganz Deutschland berichtet: ein fremder Mann spricht einen 7-Jährigen vor dem Bayreuther SVB-Hallenbad an und zerrt ihn dann am Arm mit. Doch jetzt kommt raus: die ganze Geschichte ist wohl so nie passiert. Der Junge hatte sich das wahrscheinlich nur ausgedacht. Das ist auch das Ermittlungsergebnis der Polizei. Aber wie kommt die Polizei darauf?
Zeugen, Videos und DNA-Spuren – damit hat die Polizei den angeblichen Übergriff auf einen Siebenjährigen überprüft. Die Kripo hat Zeugen befragt, Videoaufnahmen ausgewertet und die Kleidung des Kindes auf fremde DNA untersucht. Doch niemand konnte die Schilderung des Jungen genauso bestätigen. Auch die Videos zeigen keinen entsprechenden Vorfall, fremde DNA haben die Ermittler ebenfalls nicht gefunden. Nach rund drei Wochen kommt die Kripo deshalb zu dem Ergebnis: Der Vorfall hat sich nicht so abgespielt, wie der Junge ihn beschrieben hat.
Die Kriminalpolizei Bayreuth stand während der gesamten Ermittlungen in engem und vertrauensvollem Austausch mit den Eltern des Jungen. Auch die abschließende Bewertung der Ermittlungsergebnisse wurde mit der Familie eingehend besprochen.
Die Polizei betont aber trotzdem, sie werden auch in Zukunft solche Hinweise ernst nehmen und gründlich prüfen.