Der an Lymphdrüsenkrebs erkrankte Fernsehkoch Johann Lafer fühlt sich nach eigenen Worten auf dem Weg der Besserung. In den vergangenen Wochen habe er gemerkt, dass der Kampf, den er zuvor geführt habe, «einfach sich lohnt». «Es ist besser geworden, es ist natürlich noch nicht zu Ende, aber ich kann sagen, ich fühle mich besser, ich bin auf dem Weg, den man sich wünscht, wenn man sowas hat», sagte der 69-Jährige bei der NDR-Talkshow «Das! Rote Sofa». Er müsse «aber dran bleiben auf jeden Fall», sagte Lafer.
Im Mai hatte Lafer, der in Rheinland-Pfalz lebt, öffentlich gemacht, dass er an Lymphdrüsenkrebs erkrankt sei. Anfang des Jahres begann er demnach mit einer Chemotherapie. Heilbar sei der Krebs nicht, doch er könne eingedämmt werden, sagte er damals.
Insgesamt sei die Krankheit ein sehr großes Paket, das man erleiden müsse mit Blick auf die körperlichen, aber auch psychischen Folgen. Er habe sich seither verändert. «Ich bin natürlich viel nachdenklicher, ich bin auch sehr bewusster im Umgang mit mir selber, aber auch mit meinem Umfeld, und ich bin sehr viel dankbarer.» Er habe gemerkt, wie abhängig man in so einer Situation sei. Mediziner seien für ihn «die Helden der Gegenwart».
Dankbar sei er auch den Menschen, die ihm zur Seite stehen und ihm helfen. «Das hat eine ganz große Bedeutung.» Er wolle auch den Menschen danken, «die mir geschrieben haben, die (…) mir alles Gute gewünscht haben, weil es ist ja nicht selbstverständlich.»
Viele hätten ihm den Vorwurf gemacht, dass er noch arbeiten würde und aus seiner Krankheit Geld machen wolle. Dazu sagte Lafer: «Wenn man in der Klinik liegt und ständig nur diese negativen Gedanken hat, dann muss man schon sehr, sehr gut psychisch beieinand‘ sein, um das alles zu verarbeiten.» Ihm habe das Gefühl «Es geht ja noch» geholfen, weiterzumachen.
Quelle: dpa