Gutachten

IW-Ranking: In Haar bei München lebt es sich am besten

25. Mai 2026 , 15:42 Uhr

Schulen, Ärzte, Schwimmbäder, fixes Internet: Wo ist das dichteste, beste, am schnellsten erreichbare Versorgungsnetz? Eine Studie zeigt, wo es gut oder schlecht läuft. Der Sieger liegt in Bayern.

Das 23.000-Einwohner-Städtchen Haar bei München ist laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bundesweit am besten versorgt mit Ärzten, Schulen, schnellem Internet und vielen anderen Infrastruktur-Angeboten. Das geht aus dem «IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge» im Auftrag des Tabakkonzerns Philip Morris hervor, für den sämtliche knapp 11.000 Kommunen in Deutschland untersucht wurden.

Ausgewertet wurden nach Angaben der IW-Gesellschaftsforschung 17 Indikatoren in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digitales und Freizeit. Zuerst hatte das Nachrichtenmagazin «Spiegel» darüber berichtet.

Im Vergleich der Flächenländer liegt Nordrhein-Westfalen vorn: Mehr als jede zweite NRW-Gemeinde falle in die Kategorie «sehr gut» versorgt – insgesamt 86 Prozent in eine der beiden Top-Kategorien «sehr gut» und «gut», teilte das IW in Köln mit. Am anderen Ende steht Mecklenburg-Vorpommern: Dort gilt demnach mehr als jede zweite Gemeinde als «sehr schlecht» versorgt. Der Blick auf die Übersichtskarte des IW zeigt, dass auch in Bayern einige Regionen durchaus besser dastehen könnten.

Die Fachleute bewertet etwa die Versorgung mit Kitas und Schulen, die Anbindung an Autobahnen, Nahverkehr und Flughäfen und die Erreichbarkeit von Ärzten, Apotheken, Pflegeeinrichtungen, Theatern, Museen, Schwimmbädern. Aber auch die Mobilfunkabdeckung und die Breitbandverfügbarkeit gingen in die Auswertung ein. 

Überraschend: Jenseits der Metropolen schneiden einige Mittel- oder Kleinstädte überraschend gut ab: Memmingen im Allgäu etwa kommt deutschlandweit auf Rang fünf. Dagegen landen einige Großstädte abgeschlagen auf hinteren Plätzen: Würzburg etwa auf Rang 1.705.

Quelle: dpa

 

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