Münchner Sicherheitskonferenz

Ischinger bleibt vorerst Chef der Sicherheitskonferenz

15. Februar 2026 , 14:18 Uhr

Eigentlich sollte Ex-Nato-Generalsekretär Stoltenberg dieses Jahr erstmals die Münchner Sicherheitskonferenz leiten. Daraus wurde aber bisher nichts und wann er sein Amt antritt, ist weiter unklar.

Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) muss vorerst weiterhin auf die Übernahme des Vorsitzes durch Ex-Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg warten. Sein «guter Freund Jens Stoltenberg» werde erst als nächster Vorsitzender fungieren, «wenn er glaubt, dass er das tatsächlich tun kann», sagte der aktuelle Chef Wolfgang Ischinger in seiner Rede zum Abschluss der diesjährigen Veranstaltung im Bayerischen Hof in München. Aus der MSC-Leitung hieß es, man rechne damit, dass Stoltenberg bei der nächsten Konferenz Anfang 2027 die Leitung bereits übernommen haben werde. 

Eigentlich hatte er bereits in diesem Jahr die MSC leiten sollen. Stattdessen war er als Teilnehmer bei einer Podiumsdiskussion auf der Bühne. Ischinger hatte die MSC bereits zwischen 2008 und 2022 geleitet und war nun eingesprungen.

Stoltenberg bleibt vorerst Finanzminister

Denn Stoltenberg sollte eigentlich bereits vor einem Jahr nach der 2025er-Konferenz den Chefposten von seinem Vorgänger Christoph Heusgen übernehmen. Dann nahm er aber kurzfristig davon Abstand, nachdem Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre ihn gebeten hatte, in seinem Kabinett Finanzminister zu werden. Im Oktober trat Stoltenberg dem Stiftungsbeirat der Sicherheitskonferenz bei und erklärte, er werde den Vorsitz übernehmen, sobald «meine öffentliche Tätigkeit in Norwegen beendet ist». Einen Termin dafür nannte er aber bislang nicht.

Quelle: dpa

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