Fußball

Infantino setzt auf WM mit Iran: «Kein Plan B, C oder D»

30. März 2026 , 22:19 Uhr

FIFA-Präsident Infantino hält trotz des Nahost-Kriegs an Irans WM-Teilnahme fest, wie er in einem Interview sagt. Doch viele Fragen bleiben offen.

FIFA-Präsident Gianni Infantino drängt trotz des Krieges im Nahen Osten auf eine Teilnahme Irans an der Fußball-WM im Sommer. «Wir wollen, dass Iran spielt, Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D – es gibt Plan A», sagte der Chef des Weltverbands in einem Interview des mexikanischen Fernsehsenders N+ Univision. 

Angesichts des Krieges möchte der Iran seine drei Vorrundenpartien nicht – wie bislang geplant – in den USA austragen, sondern in Mexiko. Weiterhin ist unklar, ob die FIFA diesem Wunsch nachkommen kann und überhaupt will. Die Vereinigten Staaten und Israel greifen den Iran seit Ende Februar an. Das Land führt Gegenschläge aus.

Infantino wirbt mit «den bestmöglichen Bedingungen»

«Iran repräsentiert sein Volk – die Menschen, die im Iran leben, ebenso wie jene, die im Ausland leben», sagte Infantino und warb um eine Teilnahme des Landes. Die FIFA wolle dafür sorgen, dass der Iran «unter den bestmöglichen Bedingungen» an der WM teilnehmen könne. Zugleich räumte der 56 Jahre alte Schweizer ein, dass man in der «realen Welt lebe» und die Situation «sehr kompliziert» sei.

Irans Verbandschef Mehdi Tadsch hatte vor anderthalb Wochen laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen Boykott der USA, nicht aber der WM angekündigt, ohne dies näher zu erläutern. 

Die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni und dauert bis zum 19. Juli. In der Gruppenphase soll der Iran auf Belgien, Neuseeland und Ägypten treffen.

Quelle: dpa

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