IHK und HWK machen Druck auf Politik

20. Februar 2026 , 12:38 Uhr

Oberfrankens Wirtschaft macht Druck – und fordert endlich Taten. Die Präsidenten der IHK in Bayreuth und Coburg sowie der Handwerkskammer für Oberfranken ziehen eine ernüchternde Bilanz: Zwei Jahre nach ihrer Reforminitiative sei kaum etwas passiert. Seit 2019 sind im verarbeitenden Gewerbe in Oberfranken rund 11.500 Jobs weggefallen. Die Kammern fordern deshalb eine klare „Agenda 2030“ statt einzelner Maßnahmen. Bürokratie, hohe Kosten und fehlende Planungssicherheit würden die Betriebe weiter ausbremsen. Der Appell an die Bundesregierung ist eindeutig: Weg von Ankündigungen – hin zu echten Reformen.
Im April 2024 haben die oberfränkischen Wirtschaftskammern unter dem Titel „Wirtschaft@Politik“ eine gemeinsame Reforminitiative gestartet. Ziel war es, der Politik deutlich zu machen, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland – und besonders Oberfranken – dringend strukturelle Reformen braucht.

fh

Das könnte Dich auch interessieren

22.09.2026 Handwerker-Nachwuchs feiert mit 1.400 Gästen Die Handwerkskammer für Oberfranken hat für ihre frisch gebackenen Meisterinnen und Meister in der Bayreuther Oberfrankenhalle ein großes Fest veranstaltet. Der bayerische Umweltminister Glauber sagte, ihr tolles Engagement, fachliches Können und Leidenschaft für den Handwerksberuf sei vorbildlich für viele andere – ein Grundpfeiler für eine funktionierende bayerische Wirtschaft. Prominenten Zuspruch gab es von Biathlon-Weltmeister und 05.08.2026 Deindustrialisierung Oberfrankens: Betriebe verlagern ins Ausland Tanken und Heizen ist teuer – das merken nicht nur wir Privatpersonen im Geldbeutel, sondern auch die Unternehmen in Oberfranken. Laut Energiewende-Barometer der IHK für Oberfranken hat jedes vierte Unternehmen Kapazitäten schon ins Ausland verlagert oder plant das. Grund sind hohe Energiepreise und Bürokratie. Langsame Genehmigungen bremsen Investitionen aus. 43 Prozent der Befragten sehen den 07.07.2026 Neuer Wirtschaftsatlas für Oberfranken Wie steht Oberfranken wirtschaftlich da? Das lässt sich jetzt deutlich einfacher nachschauen. Die Industrie- und Handelskammern in Bayreuth und Coburg und die Handwerkskammer für Oberfranken haben einen digitalen Wirtschaftsatlas gestartet. Dort gibt es viele wichtige Daten zur Region gesammelt an einem Ort – zum Beispiel zu Unternehmen, Arbeitsmarkt, Ausbildung, Tourismus oder Steuern. Auch einzelne Landkreise, 06.07.2026 Oberfränkische Firmen schauen auf den Rüstungsmarkt Wenn klassische Aufträge weniger werden, suchen viele Firmen nach neuen Wegen – auch in Oberfranken. Für einige Unternehmen rückt dabei die Rüstungsindustrie in den Fokus. Die Botschaft der oberfränkischen Industrie- und Handelskammer in Bayreuth: Der Markt wächst, weil der Staat in den nächsten Jahren viel investieren will. Für Einsteiger ist der Bereich aber alles andere