IHK und HWK machen Druck auf Politik

20. Februar 2026 , 12:38 Uhr

Oberfrankens Wirtschaft macht Druck – und fordert endlich Taten. Die Präsidenten der IHK in Bayreuth und Coburg sowie der Handwerkskammer für Oberfranken ziehen eine ernüchternde Bilanz: Zwei Jahre nach ihrer Reforminitiative sei kaum etwas passiert. Seit 2019 sind im verarbeitenden Gewerbe in Oberfranken rund 11.500 Jobs weggefallen. Die Kammern fordern deshalb eine klare „Agenda 2030“ statt einzelner Maßnahmen. Bürokratie, hohe Kosten und fehlende Planungssicherheit würden die Betriebe weiter ausbremsen. Der Appell an die Bundesregierung ist eindeutig: Weg von Ankündigungen – hin zu echten Reformen.
Im April 2024 haben die oberfränkischen Wirtschaftskammern unter dem Titel „Wirtschaft@Politik“ eine gemeinsame Reforminitiative gestartet. Ziel war es, der Politik deutlich zu machen, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland – und besonders Oberfranken – dringend strukturelle Reformen braucht.

fh

Das könnte Dich auch interessieren

18.05.2026 IHK Oberfranken fordert bessere Bedingungen für Außenwirtschaft Jeder sechste Arbeitsplatz in Oberfranken hängt direkt oder indirekt am Export. Darauf weist jetzt die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken hin. Allein in Stadt und Landkreis Bayreuth sorgten internationale Geschäfte für Steuereinnahmen von über 100 Millionen Euro pro Jahr. Sorgen macht der IHK aber, dass Exporte zuletzt zurückgegangen sind. Deshalb fordert die Kammer bessere Bedingungen 17.04.2026 Oberfränkisches Handwerk bleibt robust, blickt aber mit Sorge nach vorn Das oberfränkische Handwerk zeigt sich im ersten Quartal des Jahres insgesamt stabil. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der HWK. Der Geschäftsklimaindex ist leicht gestiegen. Auch die Auftragseingänge ziehen wieder an. Gleichzeitig gibt es aber erste Dämpfer. Umsätze und Beschäftigung sind leicht zurückgegangen. Viele Betriebe meldeten sinkende Einnahmen. Die größte Unsicherheit liegt beim Blick in die 09.04.2026 IHK warnt vor weiteren Auswirkungen des Iran-Kriegs auf Verbraucher Seit die USA am 28. Februar den Iran angegriffen haben, wird das Tanken in Deutschland immer teurer. Das könnte künftig auch Auswirkungen auf andere Bereiche haben. Nicht nur in der Produktion, sondern auch bei Dienstleistern und im Einzelhandel könnten die Preise bald steigen, so Wolfram Brehm, Hauptgeschäftsführer der IHK für Oberfranken. Die Unternehmen gerieten in 02.04.2026 Fachkräfte fehlen – Lücke wird immer größer In Oberfranken fehlen schon jetzt rund 20.000 Arbeitskräfte – und die Lage könnte sich weiter verschärfen. Laut Industrie- und Handelskammer könnten bis 2029 sogar über 30.000 Beschäftigte fehlen. Das hat Folgen: Schon heute kommt es zu längeren Wartezeiten – etwa beim Arzt, im Handwerk oder in der Gastronomie. Hauptgrund ist der demografische Wandel, heißt es