IHK: Zukunftsstrategien für Bayreuth - Wie Start-Ups und Infrastruktur Wirtschaft stärken

25. Oktober 2024 , 19:19 Uhr

„Wir brauchen eine Politik, welche die Wirtschaft mitnimmt, eine Politik mit einer positiven Grundstimmung unseren Unternehmen gegenüber, sowohl gegenüber Start-Ups und Neuansiedlungen als auch den bestehenden gegenüber.“, macht Jörg Lichtenegger bei einem Kamingespräch des IHK-Gremiums Bayreuth mit Oberbürgermeister Thomas Ebersberger und Landrat Florian Wiedemann deutlich.

Beim Kamingespräch des IHK-Gremiums Bayreuth bei der Firma Stäubli Holding Germany GmbH mit Ebersberger und Wiedemann stehen aktuelle wirtschaftspolitische Themen sowie eine Zukunftsstrategie für die Wirtschaftsregion Bayreuth im Fokus.

Oberbürgermeister und Landrat ziehen an einem Strang
Bei ihren Fragen an die Politik geht es den anwesenden Wirtschaftsvertretern vor allem um die angespannte Finanzlage der Kommunen, den Mangel an Gewerbeflächen sowie die Verbesserung des ÖPNV-Angebotes. Besonders im Fokus des offenen Austauschs steht das Zusammenspiel von Stadt und Landkreis. Hier betonten Ebersberger und Wiedemann unisono eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Auch wenn die Gemengelage manchmal schwierig sei und die Interessen verständlicherweise verschieden, ziehe man für den Wirtschaftsstandort Bayreuth immer an einem Strang. Ein Bespiel dafür sei das gemeinsame Standortportal für Gewerbeflächen.

Weitere Diskussionen drehen sich um die Ansiedlung von Start-Ups und insbesondere das Regionale Innovations- und Gründerzentrum (RIZ). Hier spricht sich Jörg Lichtenegger als Vorsitzender des IHK-Gremiums Bayreuth klar für die Notwendigkeit einer offensiven Gründerkultur aus und bricht eine Lanze für das RIZ: „Das RIZ ist ein Signal des Aufbruchs für unsere Wirtschaftsregion Bayreuth. Aus Sicht der heimischen Wirtschaft ist es daher nur zu begrüßen, wenn nach einem positiven Votum des Kreistages die Planungen weitergeführt werden können“.

Wirtschaft braucht funktionierende Infrastruktur
Wichtig für die Gewinnung von Fachkräften ist aus Sicht der Wirtschaftsvertreter vor allem eine funktionierende Infrastruktur. Lichtenegger: „Wir müssen auch weiterhin gemeinsam für eine Ertüchtigung der Bahnanbindung kämpfen.“ Positiv bewertet wird der Baufortschritt beim Ausbau der Hochbrücke. Lichtenegger: „Nicht nur der Bildungssektor, sondern auch Angebote im Profisport sowie im gastronomischen Bereich sind geeignet, die Attraktivität des Standorts zu erhöhen.“ Nicht zuletzt beschäftigt die Diskussionsrunde auch das Thema Energiewende. Auch hier sprechen sich Landrat und OB ganz klar für eine Zusammenarbeit aus, um möglichst schnell zielführende Maßnahmen umzusetzen, zum Beispiel die Aufstellung von Windrädern.

red

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