IHK Präsident Waasner zur Lage: "Wir mögen uns noch so fühlen, aber wir sind nicht mehr Weltmeister"

25. November 2025 , 12:16 Uhr

Alle müssen an einem Strang ziehen. Das sagt Michael Waasner, der Präsident der IHK für Oberfranken, zur aktuellen wirtschaftlichen Lage. Im Vergleich zur Frühjahrsbefragung steigt in Oberfranken zwar der Anteil an optimistischen Stimmen – die Lagebewertung bleibt aber weiter überwiegend negativ.  Der „Herbst der Reformen“, wie von der Bundesregierung angekündigt, sei noch nicht bei allen angekommen, auch nicht bei den Unternehmen in Oberfranken, so Waasner:

Wir müssen da einen Konsens haben und wir müssen diese Reformfähigkeit und den Reformwillen entwickeln. Dann denke ich, werden wir wieder hier einen positiven Weg beschreiten können. Ansonsten, wirtschaftlich, wenn wir in die Welt schauen, wir sind nicht mehr vorne. Wir mögen uns noch so fühlen, Weltmeister sein, wir sind es aber nicht mehr. Deshalb müssen wir handeln, entschieden und schnell.

red

Das könnte Dich auch interessieren

11.03.2026 Billigpakete aus China überschwemmen Bayern Immer mehr Kleinsendungen aus China landen in Bayern – vor allem durch Online-Bestellungen bei Plattformen wie Temu, Shein oder AliExpress. Nach Angaben der oberfränkischen Industrie- und Handelskammer hat sich der Importwert solcher Pakete seit 2023 mehr als versechsfacht – zuletzt auf rund 400 Millionen Euro im Jahr 2025. 81 Prozent dieser Kleinsendungen kommen inzwischen aus 20.02.2026 IHK und HWK machen Druck auf Politik Oberfrankens Wirtschaft macht Druck – und fordert endlich Taten. Die Präsidenten der IHK in Bayreuth und Coburg sowie der Handwerkskammer für Oberfranken ziehen eine ernüchternde Bilanz: Zwei Jahre nach ihrer Reforminitiative sei kaum etwas passiert. Seit 2019 sind im verarbeitenden Gewerbe in Oberfranken rund 11.500 Jobs weggefallen. Die Kammern fordern deshalb eine klare „Agenda 2030“ 27.01.2026 Rückenwind für oberfränkische Wirtschaft Das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien könnte der oberfränkischen Wirtschaft kräftigen Rückenwind geben. Die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken in Bayreuth spricht von großen Chancen – vor allem für Autozulieferer, Maschinenbauer und Brauereien. Viele Zölle sollen stark sinken oder ganz wegfallen. Genau bei den Produkten, in denen Oberfranken besonders stark ist. Dazu kommt: 27.01.2026 IHK: "Die Konjunktur steckt fest im Frost!" Die Wirtschaft in Oberfranken kommt auch zu Beginn des neuen Jahres nicht in Schwung. Die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken in Bayreuth spricht von einer „Flaute ohne Tauwetter“. Der Konjunkturindex liege weiter unter der wichtigen 100er-Marke. Besonders Industrie, Handel und Tourismus seien pessimistisch. Einziger Lichtblick: der Dienstleistungssektor. Viele Betriebe klagen über schwache Nachfrage, hohe Kosten