Die IG Metall ruft heute bundesweit zu Warnstreiks in Wäschereibetrieben auf. Das betrifft auch die Firma CWS in Ottmannsreuth bei Creußen. Hintergrund sind die aktuellen Tarifverhandlungen. Die IG Metall fordert für die Beschäftigten 8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 300 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Weitere Forderungen der Gewerkschaft sind eine Angleichung der Gehälter zwischen West und Ostdeutschland und eine Fortführung der Altersteilzeit. Miriam Bürger führt die Verhandlungen für die IG Metall:
„Wir haben zwei Mal verhandelt mit den Arbeitgebern vor dem Ende der Friedenspflicht. Also zu einem Zeitpunkt, als wir noch nicht streiken durften. In den Verhandlungen haben uns die Arbeitgeber erst ein Angebot in der ersten Runde und ein nicht besseres in der zweiten Runde vorgelegt. Die Angebote sind äußerst dürftig und noch weit davon entfernt, was wir fordern.“
Von den rund 90 Beschäftigten von CWS in Ottmannsreuth sind heute etwa 40 in einen einstündigen Warnstreik getreten. Sie drohen mit weiteren und längeren Streiks, sollten die Arbeitgeber nicht auf die Forderungen eingehen.
mz