Haushalt 2026 des Landkreises Bayreuth beschlossen: Wo investiert wird und was Gemeinden abgeben müssen

27. Februar 2026 , 15:16 Uhr

Zwei Tage nach der Stadt zieht der Landkreis nach. Der Haushalt 2026 ist jetzt auch für den Bayreuther Landkreis beschlossen (bei 8 Gegenstimmen). Die Kreisumlage steigt – also das Geld, das die Gemeinden und Städte an den Landkreis zahlen müssen – um 3,5 Prozent auf 50,5 Prozent. Das ist zumindest weniger, als noch im 1. Vorschlag. Die Verwaltung hat zur Senkung der Umlage nochmal etwa 700.000 Euro im Haushalt eingespart – durch Streichungen von Maßnahmen, zum Beispiel bei den Deckenbaumaßnahmen am Landratsamt, im Bereich Jugendhilfe (80.000 Euro weniger), beim Personal (eine befristete Stelle wird durch staatliches Personal nachbesetzt). Außerdem mehr Einnahmen durch Verkäufe aus Inventar der Hotelfachschule und durch den Windpark bei der Rotmainquelle. Auch die Leasingkosten der Landkreisfahrzeugflotte wurden gedrückt.

Es gibt höhere Ausgaben bei Jugendhilfe, Bezirksumlage, Personalkosten und ÖPNV.
Allein die Hälfte des Haushalts machen Bezirksumlage, Jugend- und Sozialhilfe-Leistungen, Umlagen an Zweckverbände und die Krankenhausumlage an den Freistaat aus. Etwa 16 Prozent machen dazu ausschließlich die Personalausgaben aus.

Trotz allem sind im diesjährigen Haushalt einige größere Investitionen vorgesehen:
Die Sanierung der Berufsschule Pegnitz, Außenanlagen der Johannes-Kepler-Realschule und des MINT-Gebäudes der Gesamtschule Hollfeld und mehrere Straßenbauarbeiten (über zehn Kilometer Deckenbaumaßnahmen).

bea

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