EM-Duell mit Frankreich

Handballer vor Endspiel ums Halbfinale: «Wir pokern nicht»

27. Januar 2026 , 04:21 Uhr

Deutschlands Handballer brauchen ein Remis gegen Frankreich. Nur dann ist das Medaillenspiel sicher. So schwören Marko Grgic, Tom Kiesler und Co. das DHB-Team auf das Alles-oder-nichts-Spiel ein.

Deutschlands Handballer haben die erwartbare Niederlage gegen Topfavorit Dänemark blitzschnell abgeschüttelt und sich auf das Endspiel im Kampf ums EM-Halbfinale eingeschworen. «Für uns ist die Ausgangslage recht einfach zu definieren: Wir spielen auf Sieg. Wir pokern nicht. Ich vertraue dieser Mannschaft. Ich bin positiv gestimmt, dass wir da sind, wenn es drauf ankommt», sagte Torhüter David Späth vor dem Alles-oder-nichts-Duell mit Frankreich an diesem Mittwoch (18.00 Uhr/ZDF/Dyn).

Vor der Revanche für das Viertelfinale der Olympischen Spiele 2024 liegt Deutschland trotz des 26:31 gegen Dänemark mit sechs Pluspunkten noch auf Platz zwei. Ein Unentschieden gegen die Franzosen würde zum Einzug in die Medaillenspiele reichen. Eine Niederlage gegen die Équipe Tricolore, und der Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason bleibt nur noch das undankbare Spiel um Platz fünf. «Wir können alles gewinnen oder alles verlieren», fasste Rückraumspieler Nils Lichtlein die zwei Szenarien zusammen.

Grgic kündigt «acht Millionen Prozent» an

Mut macht der deutschen Riege, dass sie bereits in der ersten Turnierphase mit dem Rücken zur Wand und gegen Spanien mächtig unter Druck gestanden hatte. «Das hilft enorm, dass wir schon in der Vorrunde ein Alles-oder-nichts-Spiel hatten. Für uns ist alles drin. Wir haben das Potenzial und wir haben die Kraft, die Franzosen zu schlagen», befand Abwehrspieler Tom Kiesler. Teamkollege Marko Grgic kündigte an: «Wir werden alle acht Millionen Prozent dafür geben, dass wir ins Halbfinale kommen.»

Knorr: Ausgangslage hätten wir vor dem Turnier genommen

Dass die DHB-Auswahl zum Hauptrundenabschluss das Weiterkommen in der eigenen Hand hat, hatten nicht alle erwartet. Sowohl Gislason als auch Spielmacher Juri Knorr oder Kapitän Johannes Golla hatten von der schwersten Auslosung ihrer Karriere gesprochen. 

Entsprechend zufrieden blickt Knorr, der bei dieser Endrunde bislang nicht so stark aufspielt, auf die Ausgangslage: «Hätte uns das vor dem Turnier jemand gesagt, hätten wir es genommen. Dass ein Unentschieden reicht, ist natürlich im Kopf, falls es am Schluss zu so einem Szenario kommt. Aber im Endeffekt bedeutet es nur, dass wir eine gute Ausgangsposition haben», sagte der Führungsspieler.

Quelle: dpa

 

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