2. Fußball-Bundesliga

Greuther Fürths Trainer schäumt: «Ich bin sehr wütend»

18. Januar 2026 , 07:33 Uhr

Die Fans von Greuther Fürth pfeifen ihre Mannschaft aus. Die Franken sind auf den letzten Tabellenplatz abgestürzt. Dem Trainer platzt der Kragen.

Heiko Vogel war nach dem Absturz seiner SpVgg Greuther Fürth ans Tabellenende geladen. «Ich bin sehr wütend. Ich muss ein bisschen aufpassen, dass ich die Wortwahl richtig treffe», sagte der aufgewühlte Trainer der Franken nach dem 0:2 (0:1) am Samstag im Kellerduell der 2. Fußball-Bundesliga bei Dynamo Dresden.

Die 1.000 zum Rückrundenstart mitgereisten Fürther Fans taten Vogel leid. «Dann geht man mit null Punkten heim und hat nicht das Gefühl, dass man alles so investiert und bereitgestellt hat, wie es der Abstiegskampf verlangt. Deshalb habe ich große Wut», räumte Vogel ein. Das werde auch «klar aufgearbeitet» werden mit seiner Mannschaft, die sich schließlich auch Pfiffe der mitgereisten Fans gefallen lassen musste.

Vogel will «vieles ändern»

Der Nachfolger von Thomas Kleine wartet auch nach vier Spielen noch auf seinen ersten Sieg mit den Fürthern. In der Verfassung von Dresden ist ein Dreier absehbar aber ohnehin kein Thema. Deshalb zieht Vogel Konsequenzen.

«Wir werden die Zügel anziehen, auch wenn es eine Floskel ist. Es wird ein anderer Wind wehen», kündigte er nach der elften Niederlage an. «Wir werden die kommenden Trainingswochen anders gestalten. Es ist auch notwendig. Wenn ich auf die Tabelle schaue, müssen wir vieles ändern.»

Durchhalteparolen in Fürth

Neu ist schon mal, dass die Fürther von den Dresdnern Tabellenplatz 18 übernommen haben. Die Franken sind nun das schlechteste Team der 2. Bundesliga. Das muss man erstmal sacken lassen.

«Es fühlt sich nicht gut an», sagte Kapitän Branimir Hrgota nach dem schwachen Auftritt. «Du musst weitermachen. Du darfst nicht aufgeben.» Die Zeit der Durchhalteparolen ist bei den Fürthern, denen vier Zähler auf Relegationsplatz 16 fehlen, unüberhörbar angebrochen.

Winterneuzugang Thomas Keller brachte Dynamo nach 35 Minuten mit einem Kopfball nach einer Ecke in Führung. Jakob Lemmer erhöhte vor 30.811 Zuschauern mit einem strammen Distanzschuss kurz nach Wiederbeginn (49.) und nahm damit den Fürther Angriffsbemühungen schnell den Wind aus den Segeln.

Kann der Totalschaden abgewendet werden?

Vogel gefiel es ganz und gar nicht, dass seine Mannschaft nach dem Rückstand nicht das getan habe, «was man bewegen muss, um einen 0:2-Rückstand auszugleichen. Das war in den ersten beiden Spielen anders und wenn ich das Spiel gegen Düsseldorf dazunehme, war das auch anders. Und das dulde ich nicht», schimpfte Vogel.

Seine Spieler können sich nun auf einiges gefasst machen. Das ist unzweifelhaft auch nötig. Denn in den nächsten Spielen gegen Braunschweig, Kiel und Magdeburg müssen die Fürther zeigen, ob sie das Zeug haben, den Totalschaden noch abzuwenden.

Quelle: dpa

 

Das könnte Dich auch interessieren

24.01.2026 Trotz Blitz-Rot: Fürth erkämpft sich 0:0 gegen Braunschweig Der Plan der SpVgg Greuther Fürth wird im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga schnell über den Haufen geworfen. Trotz des frühen Platzverweises schlägt sich das Team wacker - und belohnt sich. 23.01.2026 Weitere Ausfälle bei Greuther Fürth Fußball-Zweitligist Fürth muss im vielleicht schon vorentscheidenden Heimspiel gegen Braunschweig auf einen wichtigen Spieler verzichten. Auch weitere Akteure fehlen. 15.01.2026 Fürther Rückrundenstart ohne «Raketenwissenschaft» Die abstiegsbedrohte SpVgg Greuther Fürth hat im Winter zwei neue Spieler verpflichtet. Trainer Heiko Vogel hat klare Vorstellungen, was weitere Transfers betrifft. Sein Motto für die Rückrunde steht. 25.01.2026 Bayern-Frauen im Schneetreiben mit Sieg gegen RB Leipzig Lange Zeit mühen sich die Bayern-Fußballerinnen gegen RB Leipzig. Der 14. Sieg im 15. Bundesligaspiel ist aber ungefährdet.