Gewerkschaften nutzen Mödlareuth-Auftritt für Protest gegen Lohngefälle

01. Oktober 2024 , 04:45 Uhr

Auch die gerichtliche Entscheidung, dass der Deutsche Gewerkschaftsbund am 3. Oktober keine größere Auftrittsfläche in Mödlareuth zugewiesen bekommt, hindert die Gewerkschaft nicht, ihre Botschaft klar zu machen. Sie wollen die Feierlichkeiten in dem einst von der DDR-Grenze durchschnittenen Ort für einen Protestzug für Lohngleichheit in West- und Ostdeutschland nutzen. Das Motto: „Lohnmauern einreißen!“

Gewerkschaftssekretärin des DGB Oberfranken, Tamara Pohl: „‚Lohnmauer einreißen‘ bedeutet, dass wir jetzt 35 Jahre nach der friedlichen Revolution tatsächlich immer noch eine Lohnmauer zwischen den östlichen und westlichen Bundesländern feststellen müssen. Und die ist nicht unerheblich.“

Zahlen der Hans-Böckler-Stiftung zeigen, dass die Tariflöhne in Bayern bei Vollzeitbeschäftigung bei durchschnittlich 4.450 Euro brutto liegen. In Thüringen sind das bei gleichen Voraussetzungen nur 3.620 Euro. Bei nicht-tarifgebundenen Betrieben sehe es noch schlechter aus, so Pohl.

red

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