Über 120.000 Euro haben Betrüger im Landkreis Bamberg mit gefälschten Bankbriefen erbeutet. Zwei Menschen sind auf die Masche hereingefallen. Sie haben Briefe ihrer vermeintlichen Hausbank bekommen und über einen QR-Code ihre Bankdaten eingegeben. Anschließend haben sich angebliche Bankmitarbeiter telefonisch gemeldet und die Opfer dazu gebracht, TAN-Nummern weiterzugeben. So konnten die Betrüger bei einer Frau über 80.000 Euro und bei einem Mann rund 40.000 Euro abbuchen. Die Kripo Bamberg ermittelt und warnt: Niemals TAN-Nummern am Telefon weitergeben! Mehr Tipps dazu haben wir auch unter mainwelle.de in unserem Highlight „Aktenzeichen BT“.
fh
Tipps der Polizei:
- QR-Codes in Briefen nicht ungeprüft scannen. Ein QR-Code kann auf eine gefälschte Internetseite führen, die der echten Bankseite täuschend ähnlich sieht (Phishing-Website).
- Internetadresse genau prüfen. Kontrollieren Sie die Adresse im Browser, insbesondere den vollständigen Domainnamen. Nutzen Sie im Zweifel die Ihnen bekannte Internetadresse Ihrer Bank oder deren offizielle App.
- Keine TAN am Telefon weitergeben. Banken fordern Kunden nicht dazu auf, TAN telefonisch durchzugeben, um angebliche Überweisungen zu stoppen oder rückgängig zu machen. Eine TAN kann eine Zahlung oder andere sicherheitsrelevante Aktion freigeben.
- Im Zweifel selbst Kontakt aufnehmen. Rufen Sie Ihre Bank über die Ihnen bekannte Telefonnummer an, etwa von Ihrer Bankkarte oder einem offiziellen Schreiben. Verwenden Sie dafür keine Kontaktdaten aus dem verdächtigen Brief oder Anruf.
- Bei verdächtigen Anrufen auflegen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und beenden Sie das Gespräch, wenn Sie Zweifel haben.
Wer bereits Bankdaten oder TAN weitergegeben hat, sollte unverzüglich seine Bank über einen offiziellen Kontaktweg informieren, den Zugang beziehungsweise betroffene Karten und Konten sperren lassen und Anzeige bei der Polizei erstatten.