Auf dem Bayreuther Stadtfriedhof werden Regionalbischöfin Dorothea Greiner und Dekan Jürgen Hacker heute (17.11.) einen Gedenkort für Sinti und Roma eröffnen. Vier Tafeln sollen dort über ihre Geschichte in Deutschland und die bis in die Gegenwart andauernde Diskriminierung informieren. Greiner im Mainwelle-Interview:
„Schließlich haben wir dort auch die Gräber von Max und Wilhelm Rose, die in Dachau ermordet worden sind. Das heißt, wir haben da einen Anknüpfungspunkt. Und wir haben einen Jahrhunderte lange Antiziganismus, eine Ausgrenzung von Sinti und Roma aus den Gesellschaften. Und wir haben diesen Antiziganismus auch heute noch.“
Die Gedenktafeln sollen deshalb auch die Zeiten der Verfolgung anmahnen. Zur Eröffnung am Nachmittag (15.30 Uhr) wird auch der Vorsitzende des Zentralrats deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, in Bayreuth erwartet.
mso