Wohnraum in Bayreuth ist knapp – das hat wohl jeder bemerkt, der im vergangenen Jahr in der Stadt eine Wohnung gesucht hat. Aus Sicht der Bayreuther Wohnungsgenossenschaft GBW ist aber vor allem die Bezahlbarkeit von Wohnungen ein Problem. Durch die aktuelle Politik der Bundesregierung rechnet die Genossenschaft damit, dass die Mietpreise nochmal deutlich steigen werden. Markus-Patrick Keil, der Vorstand der GBW:
„Bezahlbares Wohnen ist in Bayreuth ein knappes Gut. Bei einem Bestand von etwa 1.500 Wohnungen hatten wir früher etwa 500 Wohnungen, die öffentlich gefördert wurden. Dieser Anteil hat sich massiv reduziert – wir haben aktuell nur noch etwa 180 Wohnungen. Im gleichen Zeitraum sind aber in der unteren Herzoghöhe nur 33 Wohnungen und am Stuckberg 12 Wohnungen entstanden. Also das Verhältnis ist nicht mal 1:10.“
Der Experte fordert, dass der Staat wieder mehr Sozialwohnungen fördern sollte. Beim privaten Wohnungsbau rät er zu mehr steuerlichen Anreizen von der Politik, um wieder mehr Menschen zum Bauen neuer Wohnflächen zu überzeugen.
mz