Feiern

Faschingsfinale mit bunten Umzügen durch die Städte

15. Februar 2026 , 16:01 Uhr

Feierwütige Narren auf den Straßen, fantasievoll verkleidet und lauthals singend: Auch in Bayern wird in vielen Städten mit Umzügen der Fasching gefeiert.

Der Straßenfasching hat auch in Bayern mit Umzügen in vielen Städten seinen Höhepunkt erreicht. Hunderttausende Narren feierten in zahlreichen Städten wie Würzburg, Coburg, Nürnberg und München ausgelassen.

Eines der größten Spektakel ist traditionell der Würzburger Faschingszug – er findet heuer zum 70. Mal statt. Angemeldet haben sich nach Angaben der 1. Karnevalsgesellschaft Elferrat Würzburg 133 Gruppen. 

«Nämberch Ahaaaaaa»

In Nürnberg plärrten die Karnevalsgesellschaften wieder «Nämberch Ahaaaaaa» von den Wagen, für die Zuschauer gab es eine große Menge an Kamelle. Zahlreiche Zuschauer hatten sich entlang der Strecke versammelt. Wer nicht dabei sein konnte, hatte die Möglichkeit, erstmals per Livestream das bunte Treiben zu verfolgen. Auch in Bayreuth war ein Straßenumzug angemeldet, ebenso in schwäbischen Dörfern und Städten wie Lauingen an der Donau.

Bei strahlendem Sonnenschein vergnügten sich die Faschingsfans in der Bayreuther Innenstadt – beim Zug spielte auch das Festspieljubiläum in diesem Jahr eine Rolle. Das Klassik-Spektakel wird 150 Jahre alt; und beim Gaudiwurm wurde ein großer Richard-Wagner-Kopf präsentiert.

Im vergangenen Jahr hatten einige Veranstalter etwa in München die Umzüge nach einem Anschlag auf eine Demonstration in der Landeshauptstadt abgesagt, bei der eine Mutter und ihre zweijährige Tochter starben und 37 weitere Menschen verletzt wurden.

Auch in Aschaffenburg gab es keinen Fastnachtszug – aus Rücksicht auf die Angehörigen der Opfer einer tödlichen Messerattacke in einem städtischen Park am 22. Januar 2025.

Kinderfasching in Nürnberg

Am Rosenmontag lädt Nürnberg traditionell zu einem Faschingszug für Kinder. Krippen, Kindergärten, Horte, Freizeiteinrichtungen, Faschings- und Sportvereine, Schulklassen, Musikschulen und Ähnliches dürfen sich dafür anmelden.

Im vergangenen Jahr fand der Zug nicht statt. Islamisten hatten in sozialen Netzwerken zu Anschlägen an verschiedenen Zielen in Deutschland und auch in Nürnberg aufgerufen – das hatte das Sicherheitsgefühl der Beteiligten so stark beeinflusst, dass auf das Spektakel verzichtet wurde.

Quelle: dpa

 

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