Das letzte Gemüse ernten, Hecken schneiden oder die Pflanzen reinholen. Wer seinen Garten oder Balkon gut durch den Winter bringen will, hat im Herbst noch einiges zu tun – bevor der Frost kommt. Was kann man schon machen? Robert Pfeifer, Leiter der Stadtgartenamts Bayreuth:
Man kann jetzt schon anfangen zum Beispiel das Laub von den Rasenflächen wegzunehmen. Dort soll es über den Winter nicht liegen bleiben. Man kann den Rasen auch nochmal mähen, damit er schön kurz in den Winter geht. Das ist günstig. Aber unter Sträuchern würde ich empfehlen, das Laub eher liegen zu lassen. Das nützt der einheimischen Tierwelt. Da überwintern Insekten und Igel.
Das war aber noch nicht alles:
Also man muss natürlich auch beachten, dass man jetzt auf den Herbst die Regentonnen leer macht. Wenn Frost kommt, kann das unter Umständen dazu führen, dass die dann aufplatzen. Also da kann man jetzt auch mal ausschöpfen und einen Deckel drauf machen, dass die Regentonnen über den Winter entsprechend gesichert sind.
Und so bleibt der Balkon auch über den Herbst und Winter schön:
Es gibt natürlich auch eine Reihe von Pflanzen, die für Balkonkästen geeignet sind über die kalte Jahreszeit. Das sind zum einen jetzt diese Herbstbepflanzungen mit Erika oder mit Hebe oder diesen sogenannten Herbstzauber. Die Vogelfütterung ist natürlich auch eine schöne Sache auf dem Balkon. Da kann Vogelbeobachtung am Fensterbrett oder am Balkon dann auch sehr viel Freude machen.
Wichtig: Bisschen „Unordnung“ ist auch im Garten schön! Die Erdkröten, Blindschleichen oder Igel freuen sich über eine kleine verwilderte Ecke. So können sie überwintern und Futter finden.
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Noch mehr Tipps für den Garten:
Laub sinnvoll nutzen: Auf dem Rasen sollte Laub regelmäßig entfernt werden, damit keine Fäulnis entsteht. Auf Beeten schützt es dagegen vor Frost. Wenn Laub verrottet, entsteht daraus wertvoller Humus – die beste Gartenerde!
Hecken und Sträucher schneiden: Im Herbst können Hecken zurückgeschnitten werden. So können sie dann wieder gesund nachwachsen.
Empfindliche Pflanzen schützen: Rosen sollten vor dem Frost mit Erde angehäuft werden. Empfindliche Pflanzen lassen sich mit Vlies oder Jute schützen. Kübelpflanzen wie Zitrusgewächse gehören rechtzeitig ins Winterquartier. Ziergräser können zusammengebunden werden, um sie vor Nässe zu schützen.
Blumenzwiebeln pflanzen: Wer im Frühjahr einen blühenden Garten möchte, kann jetzt verschiedene Blumenzwiebeln setzen. Zum Beispiel Tulpen, Narzissen, Krokusse oder Hyazinthen. Auch Knoblauch und Wintersteckzwiebeln können im Herbst gepflanzt werden.
Gewächshaus vorbereiten: Das Gewächshaus sollte gereinigt werden, um Algen, Pilzsporen und Krankheitserreger zu entfernen oder ihnen vorzubeugen.
Tieren beim Überwintern helfen: Nicht alle Pflanzenreste müssen entfernt werden. Verblühte Stauden liefern Vögeln Nahrung, während hohle Pflanzenstängel Wildbienen und Marienkäfern als Winterquartier dienen. Auch ein ungemähtes Stück Blumenwiese hilft Insekten durch die kalte Jahreszeit.
Und auch für den Balkon:
Pflanzen schützen: Balkonpflanzen auf Schädlinge kontrollieren, abgestorbene Teile entfernen und bei Bedarf zurückschneiden. Frostempfindliche Pflanzen gehören nach drinnen. Winterharte Pflanzen, die draußen bleiben, müssen gut verpackt werden.
Gartenmöbel verstauen: Möbel und Polster möglichst trocken einlagern oder mit einer wasserdichten Abdeckung schützen.
Sonnenschirme einräumen: Schirme, Sonnensegel und Markisen müssen vor dem Verstauen vollständig trocken sein, damit kein Schimmel entsteht.
Balkonkästen winterlich bepflanzen: Besenheide, kleine Nadelgehölze oder Tannenzweige sorgen auch im Winter für Grün. Alternativ können leere Balkonkästen gereinigt und eingelagert werden.