Nach dem Tod Aiwangers

Freie Wähler beraten nach Aiwangers Tod nächste Schritte

05. November 2026 , 11:29 Uhr

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger ist völlig überraschend gestorben. Sein plötzlicher Tod löst über Bayern Grenzen hinaus Bestürzung aus. Wie geht es nun bei den Freien Wähler weiter?

Nach dem plötzlichen Tod von Freie-Wähler-Chef und Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger wollen Partei und Fraktion bis zum Wochenende über das weitere Vorgehen beraten. Bereits am Abend wollten sich auf Bundes- und Landesebene die Vorstandsgremien treffen, teilte die Bundesvereinigung der Freien Wähler mit. «Die Partei ist durch die Generalsekretäre weiterhin voll handlungsfähig», hieß es in der Mitteilung.

Am Wochenende wollten sich dann der Bundes- und der Landesvorstand Bayern sowie die bayerische Landtagsfraktion in München gemeinsam und geschlossen zusammensetzen und das weitere Vorgehen besprechen.

«Arbeit im Sinne von Hubert Aiwanger weiterführen»

«Wir verlieren mit Hubert Aiwanger nicht nur einen engagierten Politiker und Weggefährten, sondern einen Menschen, der die politische Landschaft nachhaltig geprägt hat», hieß es in der Mitteilung weiter. Und: «Die Freien Wähler werden ihre Arbeit im Sinne von Hubert Aiwanger weiterführen.»

Aiwanger war sowohl Bundes- als auch Landesvorsitzender der Freien Wähler. Ein für den 14. November geplanter Bundesparteitag, bei dem Aiwanger sich als Bundeschef wiederwählen lassen wollte, soll nach Angaben eines der stellvertretenden Bundesvorsitzenden, Joachim Streit, verschoben werden.

Aiwanger war am Mittwochabend leblos in einem Berliner Hotel entdeckt worden. Die Todesursache ist noch nicht bekannt, der Freie-Wähler-Vorsitzende soll tagsüber aber gesundheitlich angeschlagen gewesen sein und hatte deshalb einen Termin abgesagt. Heute soll seine Leiche obduziert werden. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.

Quelle: dpa

 

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