Kriminalität

«Free Antifa» an Bayerischen Landtag gesprüht

19. Januar 2026 , 13:09 Uhr

Die Parolen am Landtagsgebäude stehen laut Polizei im Zusammenhang mit Verfahren gegen mutmaßliche Linksextremisten. Hinweise zu den Tätern werden gesucht.

Unbekannte haben das Gebäude des bayerischen Landtags mit politischen Parolen besprüht. An einer Fassadenmauer brachten sie am frühen Freitagmorgen die Slogans «free Maja», «free Hanna» und «free all Antifa» an, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der Schriftzug sei insgesamt rund acht Meter lang. Die Ermittler schätzten den entstandenen Schaden auf mehrere tausend Euro. Ob die Tat von Kameras aufgezeichnet wurde, werde nun ermittelt. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise. 

Nach Einschätzung der Polizei besteht ein Zusammenhang mit mehreren Verfahren gegen mutmaßliche Linksextremisten. Das Oberlandesgericht in München hatte Hanna S. im September zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die 30-Jährige mit anderen Beteiligten mutmaßliche Rechtsextremisten in der ungarischen Hauptstadt Budapest angegriffen und krankenhausreif geschlagen hat. 

An dieser Tat im Februar 2023 soll auch Maja T. beteiligt gewesen sein. Sie steht aktuell in Ungarn vor Gericht. Die dortige Staatsanwaltschaft fordert in diesem Fall eine lebenslange Freiheitsstrafe. Die Auslieferung von Maja T. hatte bundesweit für Kritik und Proteste gesorgt. Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die die Auslieferung hätte stoppen können, war wenige Minuten zu spät eingegangen.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

06.02.2026 Drohbrief mit Patrone an jüdisches Gemeindezentrum geschickt In München hat eine jüdische Einrichtung eine schockierende Sendung bekommen. Die Polizei hält sich mit Informationen noch zurück, hat aber zu einem Punkt schon eine klare Einschätzung. 06.02.2026 Irrtum bei Einreise – Mann festgenommen Grenzkontrolle mit weitreichenden Folgen: Ein Irrtum bringt einen 26-Jährigen aus Ungarn zurück hinter Gittern. 06.02.2026 Urteile nach Bestechung in Ausländerbehörde rechtskräftig Zwei der Verurteilten hatten gleich auf Rechtsmittel verzichtet, der Haupttäter erbat sich Bedenkzeit. Jetzt sind die ersten Urteile im KVR-Skandal rechtskräftig. Es könnten noch weitere hinzukommen. 06.02.2026 Dealer beim Verpacken von Kokain geschnappt In flagranti hat die Polizei zwei mutmaßliche Drogendealer in einem Pensionszimmer erwischt. Wie die Ermittler auf die Spur der beiden Männer kam.