Flächenbrand am Chiemsee

Feuerwehrchef fordert nach Waldbrand Spezialausrüstung

03. Juli 2026 , 18:00 Uhr

Nach dem Waldbrand am Chiemsee fordert der Kreisbrandrat eine speziellere Ausrüstung für die Feuerwehren. Die normale Schutzkleidung reiche für die Herausforderungen der Zukunft nicht mehr aus.

Nach einem großen Waldbrand am Chiemsee hat der Traunsteiner Kreisbrandrat Christof Grundner eine bessere Ausstattung für die Feuerwehren verlangt. Die übliche Schutzkleidung sei für Vegetationsbrände nur eingeschränkt geeignet, sagte er. «Sie ist zu schwer und für Einsätze im unwegsamen Gelände schlicht nicht ausgelegt.» 

Künftig müsse verstärkt in Spezialausrüstung investiert werden, wobei nicht jede Feuerwehr vollständig neu ausgestattet werden müsse. Der Kreisbrandrat rechnet allerdings damit, dass solche Einsätze in der Fläche häufiger werden. «Unwetter, Trockenperioden und andere außergewöhnliche Einsatzlagen werden in immer kürzeren Abständen auftreten.»

Zum Wochenanfang standen bei Übersee mehrere Tausend Quadratmeter Wald- und Moorfläche in Flammen. Wegen des Rauchs musste die Autobahn 8 zeitweise gesperrt werden. Für die Löscharbeiten waren bis zu 280 Einsatzkräfte nötig, der Einsatz dauerte mehr als 20 Stunden. Die Polizei unterstützte mit drei Hubschraubern aus der Luft. Bei rund 190 Flügen wurden laut dem Kreisfeuerwehrverband mehr als 120.000 Liter Wasser abgeworfen.

Quelle: dpa

 

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