Münchner Sicherheitskonferenz

Ewald-von-Kleist-Preis für Widerstand der Ukrainer

09. Februar 2026 , 15:56 Uhr

Am Rande der Sicherheitskonferenz wird am Samstagabend wieder der Ewald-von-Kleist-Preis verliehen. Entgegennehmen wird ihn Präsident Selenskyj - stellvertretend für seine leidgeprüften Landsleute.

Stellvertretend für den Mut und die Widerstandsfähigkeit der Ukrainer erhält Präsident Wolodymyr Selenskyj während der Münchner Sicherheitskonferenz den Ewald-von-Kleist-Preis 2026. «Seit mehr als einem Jahrzehnt kämpft das ukrainische Volk für seine Freiheit, Unabhängigkeit und Würde – zunächst auf der Krim und im Donbass nach dem russischen Einmarsch 2014 und später im gesamten Land, nachdem Russland 2022 seine großangelegte Invasion gestartet hatte», sagte Konferenzleiter Wolfgang Ischinger. Die Auszeichnung gelte ausdrücklich auch den vielen Menschen, die ihr Leben im Krieg verloren haben oder verletzt wurden. 

Laudatio hält Polens Premierminister Donald Tusk

Die Auszeichnung soll am Samstagabend am Rande der Konferenz bei einem Empfang in der Münchner Residenz an Selenskyj verliehen werden. Die Laudatio hält der polnische Ministerpräsident Donald Tusk.

In den letzten Monaten sei der Kampf «anstrengender denn je geworden, da die Ukrainer mit dem doppelten Angriff von Winterfrost und russischen Raketen konfrontiert sind, die gezielt auf zivile Energieinfrastrukturen abgefeuert werden», sagte Ischinger. «Doch trotz der immensen Entbehrungen, denen sie ausgesetzt sind, der Brutalität, mit der sie konfrontiert werden, und der Opfer, die sie weiterhin bringen, bleibt die Entschlossenheit des ukrainischen Volks, die Freiheit ihres Landes – und damit ganz Europas – zu verteidigen, ungebrochen.»

John-McCain-Dissertationspreis geht an Berliner Wissenschaftler

Darüber hinaus erhält der Wissenschaftler Lucas Hellemeier von der Freien Universität Berlin den diesjährigen John-McCain-Dissertationspreis für seine «herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der transatlantischen Beziehungen», teilte die Sicherheitskonferenz mit. Die Jury sei von der Gründlichkeit und Tiefe seiner Forschung tief beeindruckt gewesen. Hellemeier hat einen Schwerpunkt unter anderem auf der Verteidigungsindustrie. Der John-McCain-Dissertationspreis wird jährlich an bis zu zwei herausragende Arbeiten verliehen, die sich mit den transatlantischen Beziehungen befassen.

Quelle: dpa

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