EU will mit neuen Regeln die Welt retten – aber die IHK Oberfranken bremst

25. September 2025 , 15:13 Uhr

Klingt gut, macht aber Probleme: Drei neue EU-Verordnungen sollen Umwelt und Menschenrechte schützen – doch für kleinere Firmen sind die Pläne kaum machbar, warnt die IHK für Oberfranken Bayreuth. Konkret geht es um die Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten, den sogenannten CO2-Grenzausgleich und ein Verbot von Produkten aus Zwangsarbeit. Die Industrie- und Handelskammer betont: Die Ziele sind richtig, der Aufwand für kleine und mittlere Unternehmen aber viel zu hoch. Beispiel Entwaldung: Gut, dass die EU die Verordnung wohl um ein Jahr verschiebt, sagt die IHK – wichtiger wäre aber eine deutliche Vereinfachung. Auch beim CO2-Grenzausgleich fordert sie eine bessere Balance zwischen fairem Wettbewerb und Bürokratie. Und beim Zwangsarbeits-Verbot brauchen Unternehmen vor allem Rechtssicherheit und praxistaugliche Vorgaben.

Die IHK setzt sich dafür ein, dass die EU ihre Regeln so gestaltet, dass sie für alle Unternehmen – und nicht nur für die Großen – umsetzbar bleiben.

mso

Das könnte Dich auch interessieren

18.07.2025 Neue EU-Steuer? IHK-Präsident Waasner schlägt Alarm Die EU plant eine neue Steuer für Unternehmen – doch aus Oberfranken kommt scharfe Kritik. IHK-Präsident Michael Waasner nennt den Vorschlag der EU-Kommission „völlig falsch“ und warnt: Die neue Abgabe würde viele heimische Firmen treffen – nicht nur große, sondern auch mittelständische Betriebe. Aus Waasners Sicht schadet die geplante Steuer die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Unternehmen 09.04.2026 IHK warnt vor weiteren Auswirkungen des Iran-Kriegs auf Verbraucher Seit die USA am 28. Februar den Iran angegriffen haben, wird das Tanken in Deutschland immer teurer. Das könnte künftig auch Auswirkungen auf andere Bereiche haben. Nicht nur in der Produktion, sondern auch bei Dienstleistern und im Einzelhandel könnten die Preise bald steigen, so Wolfram Brehm, Hauptgeschäftsführer der IHK für Oberfranken. Die Unternehmen gerieten in 02.04.2026 Fachkräfte fehlen – Lücke wird immer größer In Oberfranken fehlen schon jetzt rund 20.000 Arbeitskräfte – und die Lage könnte sich weiter verschärfen. Laut Industrie- und Handelskammer könnten bis 2029 sogar über 30.000 Beschäftigte fehlen. Das hat Folgen: Schon heute kommt es zu längeren Wartezeiten – etwa beim Arzt, im Handwerk oder in der Gastronomie. Hauptgrund ist der demografische Wandel, heißt es 19.03.2026 Warnung vor falschen IHK-Mails Die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken in Bayreuth warnt aktuell vor neuen Phishing-Mails. Darin werden Unternehmen aufgefordert, ihre Daten zu aktualisieren – angeblich wegen des Jahresabschlusses. Die IHK stellt klar: Solche Mails sind Fake. Unternehmensdaten würden niemals per E-Mail abgefragt. Die Kammer empfiehlt: Nicht auf Links klicken und keine Daten eingeben! Im Zweifel können sich