Amtsgericht Augsburg

Erzieher nach Übergriffen in Kitas zu Haftstrafe verurteilt

27. Januar 2026 , 17:16 Uhr

Küsse auf den Mund, verbotene Fotos und ein Geständnis: Wegen jahrelanger sexueller Übergriffe verurteilt das Amtsgericht einen Erzieher. Auch eine vom Zoll abgefangene Sexpuppe spielte eine Rolle.

Weil er jahrelang in Kindertagesstätten sexuell übergriffig geworden ist, ist ein Erzieher vom Amtsgericht Augsburg zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 29-Jährigen vorgeworfen, dass er in mehreren Fällen Kindern Küsse auf den Mund gegeben oder sie umarmt hatte. Zudem soll der Mann unerlaubt Fotos der Kinder gemacht haben.

Die Fälle sollen sich von 2021 bis 2025 in verschiedenen Kitas in Friedberg zugetragen haben. Der Mann war dort zunächst Praktikant, später Erzieher. Er soll sich auch eine Sexpuppe mit kindlichem Erscheinungsbild im Ausland bestellt haben, was in Deutschland ebenfalls unter Strafe steht. Die Puppe hatte der Zoll abgefangen.

Angeklagter legt Geständnis ab

Zusätzlich stellten die Ermittler bei dem Mann noch Kinderpornografie sowie ein verbotenes Messer sicher. Der Mann war letztlich wegen sexuellen Missbrauchs und anderer Straftaten in mehreren Fällen angeklagt. Er saß bereits vor dem Urteil in Untersuchungshaft.

In dem Prozess habe der 29-Jährige ein Geständnis abgelegt, berichtete ein Gerichtssprecher. Der Angeklagte sei nach einer entsprechenden Absprache der Verfahrensbeteiligten zu drei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: dpa

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