Reality-TV-Star Kim Kardashian erhält nach dem Millionenraub in einem Pariser Hotel wie von ihr gefordert lediglich einen Euro Entschädigung. «Wir sind der französischen Justiz dankbar, dass sie uns als Opfer der schrecklichen Ereignisse anerkennt, die sich 2016 in Paris zugetragen haben», teilten die 45-Jährige und die Stylistin Simone Harouche dem Promi-Portal «People» und anderen Medien mit.
Kardashian hatte den symbolischen Betrag in dem Prozess um den Millionenraub im vergangenen Jahr selbst gefordert. Wie das Pariser Schwurgericht mitteilte, sei der US-Amerikanerin gemäß ihrem Antrag ein Betrag von einem Euro als Entschädigung für immateriellen Schaden zugesprochen worden. Das Schwurgericht könne, wie jedes Gericht, nicht mehr als die beantragte Entschädigung zusprechen.
Im Oktober 2016 waren fünf mit Polizeijacken bekleidete Männer in das Pariser Luxushotel der beiden Frauen eingedrungen. Sie verschafften sich Zutritt zu Kardashians Zimmer, fesselten und knebelten sie und flüchteten mit Schmuck im Wert von mehreren Millionen Euro – darunter der Verlobungsring des Stars mit einem hochkarätigen Diamanten. Kardashian löste ihre Fesseln und schlug Alarm. Sie blieb körperlich unverletzt, stand aber unter Schock. Ihre Langzeit-Freundin Harouche hielt sich in einem Hotelzimmer in der Nähe auf und hörte alles mit an.
«Bei der heutigen Entscheidung geht es nicht um Entschädigung, sondern um Verantwortlichkeit und Anerkennung», teilten Kardashian und Harouche nach dem Gerichtsurteil mit. Das damalige Erlebnis sei zutiefst traumatisch gewesen und seine Folgen begleiteten die beiden bis heute. Nun hofften sie darauf, nach vorn blicken zu können.
Neun Jahre nach dem Raub hatte ein Gericht sieben Angeklagte im Mai 2025 zu Haftstrafen zwischen drei und acht Jahren verurteilt, die teils oder ganz zur Bewährung ausgesetzt wurden. Gegen einen weiteren Angeklagten wurde eine Geldstrafe verhängt. Zwei Beschuldigte wurden freigesprochen. Die Angeklagten im Durchschnittsalter von rund 60 Jahren, von denen einige schon etliche Jahre hinter Gittern verbracht hatten, wurden von der französischen Presse als «Opa-Gangster» beschrieben. Die millionenschwere Beute war nicht gefunden worden.
Quelle: dpa