Drastisch weniger Wohnungsbaugenehmigungen in Oberfranken

07. August 2024 , 17:16 Uhr

Wohnungsmangel in Bayreuth ist seit einiger Zeit schon brisantes Thema. Auch in ganz Oberfranken sind bezahlbare Wohnungen vielerorts Mangelware und das wird sich wohl so schnell nicht ändern. Die Baugenehmigungen für Wohnungen sind im ersten Halbjahr hier um circa 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen, schreibt das Landesamt für Statistik. Das ist der stärkste Rückgang im bayernweiten Vergleich. Insgesamt sind im ersten Halbjahr in Oberfranken nur etwa 980 Wohnungsbaugenehmigungen erteilt worden. Auch mit dieser Zahl ist Oberfranken mit großem Abstand Schlusslicht in Bayern. Das Ifo-Institut geht davon aus, dass der Wohnungsbau auch die nächsten beiden Jahre in der Krise bleibt.

bea

Das könnte Dich auch interessieren

20.08.2025 Bayerisches Baugewerbe boomt - Wohnungsbau in Oberfranken schwächelt Das bayerische Bauhauptgewerbe boomt. Das Landesamt für Statistik meldet für Juni 2025 ein Auftragsplus von fast sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zur Situation in Oberfranken: Die Region hat im Bereich Hochbau innerhalb des letzten Jahres im Freistaat am meisten zugelegt – um über 21 Prozent auf etwas über 200 Millionen Euro. Allein beim Wohnungsbau 18.06.2025 Mehr neue Wohnungen in Oberfranken Es gibt mehr neue Wohnungen in Oberfranken. Bis Ende 2024 ist der Bestand bayernweit leicht gestiegen. Und auch in Oberfranken sind über 3.000 neue Wohnungen dazugekommen. Zur Einordnung: insgesamt gibt es etwa 563 000 Wohnungen. Allerdings ist das Wohnungsplus in Ober- und Unterfranken (je 0,6 Prozent) verglichen mit anderen Regionen am niedrigsten ausgefallen. Positiv fällt 02.04.2026 Fachkräfte fehlen – Lücke wird immer größer In Oberfranken fehlen schon jetzt rund 20.000 Arbeitskräfte – und die Lage könnte sich weiter verschärfen. Laut Industrie- und Handelskammer könnten bis 2029 sogar über 30.000 Beschäftigte fehlen. Das hat Folgen: Schon heute kommt es zu längeren Wartezeiten – etwa beim Arzt, im Handwerk oder in der Gastronomie. Hauptgrund ist der demografische Wandel, heißt es 01.04.2026 Psychotherapie unter Druck: Bezirksrätin fordert bessere Bedingungen für Praxen Die geplanten Kürzungen bei der ambulanten Psychotherapie sorgen auch in Oberfranken für Kritik. Grünen-Bezirksrätin Dagmar Keis-Lechner warnt vor einer Verschlechterung der Versorgung. Hintergrund ist eine Entscheidung, nach der die Vergütung für psychotherapeutische Leistungen ab April um rund 4,5 Prozent sinken soll. Keis-Lechner befürchtet, dass dadurch weniger Therapeutinnen und Therapeuten im Kassensystem arbeiten – besonders im