Diskussion um NS-Dokumentationszentrum im Kulturausschuss

22. April 2024 , 17:18 Uhr

Eine lange und hitzige Diskussion um das geplante NS-Dokumentationszentrum in Bayreuth hat heute (22.04.) der Kulturausschuss des Bayreuther Stadtrates geführt. Wegen seiner Geschichte ist Bayreuth einer der am stärksten belasteten Symbolorte des Nationalsozialismus in Deutschland. Gründe dafür sind unter anderen die Idealisierung des Werks Richard Wagners. Kulturreferent und berufsmäßiger Stadtrat Benedikt Stegmayer berichtete dem Ausschuss heute über eine Förderquote von 88 Prozent für den Plan, ein Dokumentationszentrum der NS-Ideologiegeschichte im sogenannten Chamberlainhaus und dem Geburtshaus des NSDAP-Gauleiters Hans Schemm in der Brautgasse zu errichten. Beide Gebäude sind im städtischen Besitz und dringend sanierungsbedürftig. In einer Pattsituation hat der Kulturausschuss keine Empfehlung für dieses Projekt ausgesprochen.

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